Hartz 4 soll ab 2021 erhöht werden – Kinder von 14-17 Jahren sollen 45€ mehr erhalten

Der Gesetzesentwurf zu den Hartz4-Erhöhungen muss noch durch den Bundestag und Bundesrat zugestimmt werden

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Das Bundeskabinett hat die Weichen für eine Hartz-4-Erhöhung bereits gestellt, nur die tatsächliche Erhöhung wurde noch nicht festgelegt. Die Erhöhungen ab 2021 stehen nun fest und sollen sehr unterschiedlich ausfallen.

Ab 2021 sollen die Hartz-4-Sätze deutlicher steigen, als die Jahre zuvor, allerdings gibt es innerhalb der Personengruppen deutliche Unterschiede. Die Erhöhung orientiert sich an gestiegenen Löhnen und Preisen. Zukünftig sollen Alleinstehende Erwachsene 446,00 € erhalten, das ist ein Plus von 14,00 €. Kinder bis fünf Jahre sollen 283,00 € erhalten, 33,00 € mehr. Für Kinder im in den Altersklassen von 14-17 Jahren steigt der Regelsatz von 328,00 € um 45,00€ auf 373,00 €, diese profitieren von den Erhöhungen deutlich. In Prozenten ein Plus von 13,6 %. Kinder im Alter von 6-13 Jahren soll der Regelsatz um 1,00 € auf 309 € steigen. Die Erhöhung der 6-13-Jährigen fällt niedriger aus, da diese Altersklassen bereits in den Jahren davor deutlicher, als andere Alersklassen gestiegen sind.

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Bei Partnern und Eheleuten wird es zukünftig um 12,00 € auf 401,00 € erhöht. Wenn ein Erwachsener noch zu Hause wohnt, wird es bis zum Alter von 25 Jahren 357,00 € geben, das entspricht einer Erhöhung um 12,00 €. Eine deutliche Steigerung erhalten Kinder. Für Kinder bis fünf Jahren gibt es 33,00 € mehr, somit 283,00 €.

Neu ist, die Anerkennung von Handykosten. In den Jahren zuvor wurden nur Kosten für ein Festnetztelefon mit Internetflatrate berücksichtigt, das liegt daran, dass Handys und Smartphones zu gesellschaftlichen und technischen Veränderungen gehören, also ein Alltagsgegenstand.

Ab 2021 sollen die Hartz4-Regelsätze deutlich steigen

Aktuell werden noch Lohn- und Preisentwicklungen aktualisiert, sodass noch nicht alle Neuerungen dargestellt werden können. Das Statistische Bundesamt ermittelt alle fünf Jahre die Verbrauchsausgaben aus den unteren Einkommensbereichen. Die Berechnung erfolgt aus einem sogenannten Mischindex der 70% Preisentwicklung und 30% Nettolohn- und Gehaltsentwicklung berücksichtigt. In der aktuellen Berechnung für 2021 ist ganz konkret die Corona-Pandemie berücksichtigt. Für Erwachsene beläuft sich die Erhöhung durchschnittlich auf 3%.

Der Paritätische Gesamtverband fordert Regelsätze, die deutlich über 600,00 € beginnen. Zukünftig wird ein Sozialstaatskonzept – welches bereits durch die SPD beschlossen ist – in Form von einem Bürgergeld angestrebt.

Der Gesetzesentwurf zu den Hartz4-Erhöhungen muss noch durch den Bundestag und Bundesrat zugestimmt werden.

Symbolbild

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