8. Lampionumzug Hellersdorf (mal anders) – “Damit Kinderaugen auch in Coronazeiten lachen können”

Ein einzigartiger und "anderer Lampionumzug" in Marzahn-Hellersdorf

8 Minuten Lesezeit

Leuchtende Kinderaugen und beeindruckte Eltern zum 8. Lampionumzug in Hellersdorf – “Lampionumzug mal anders”. Am Freitag, 9. Oktober 2020 fand der 8. Lampionumzug in Hellersdorf statt, der mit einem vielfältigen Fahrzeugkorso quer durch den Ortsteil Hellersdorf führte.

Damit Kinderaugen auch in Coronazeiten lachen können” Unter diesem Thema setzte sich der Fahrzeugkorso um 17.55 Uhr am S+U Bhf-Wuhletal in Bewegung und fuhr zum offiziellen Startpunkt an der Ecke Gülzower Straße/Hellersdorfer Straße, wo bereits die Polizei zur Sicherung der Veranstaltung wartete. Begleitet wurde die Veranstaltung u.a. von den Polizeimotorrädern der Polizei Berlin. 17.58 Uhr: Schon von weitem blitzten und blinkten die Einsatzlichter der unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge, der Hungucker, die US-Einsatzfahrzeuge der EPCU Europ EPCU European Police Car Unit e.V. , dicht gefolgt von dem 46 PS starken zweitakter Barkas “B-1000” – die Bürger-Feuerwehr aus Mahlsdorf – ein ehemaliges DDR-Einsatzfahrzeug. Die Sirenen und Martinshörner ergänzten akustisch den schön anzuschauenden Gesamteindruck. Vorneweg der Bus mit dem Marzahner Fanfarenzug.

Die Chronik eines erfolgreichen Lampionumzuges in Hellersdorf:

Der offizielle Start war dann pünktlich um 18 Uhr an der Ecke Hellersdorfer Straße/Gülzower Straße mit ausreichend Abstand zueinander waren bis zu 150 Personen am Startpunkt. Der Fahrzeugkorso fuhr die Hellersdorfer Straße hoch bis zum Zentrum Helle Mitte und bog dann nach rechts auf die Riesaer Straße ab. Bereits auf dem Weg zum Zentrum Helle Mitte positionierten sich immer mehr Anwohner mit ihren Smartphones am Straßenrand und filmten und fotografierten das Geschehen. Winken hier, winken da. Es wurden Flyer an die Anwohner verteilt. Veranstaltungshinweise für die nächste Zeit unter die Leute gebracht.

Von der Riesaer Straße bog der Fahrzeugkorso in die Nossener Straße ab, und fuhr eine Runde die Nossener Straße hoch und wieder runter. Eine Anwohnerin beteuerte: “So etwas hatten wir hier auch noch nicht!” Anschließend fuhr der Fahrzeugkorso wieder nach rechts auf die Riesaer Straße, hier warteten bereits Anwohner, die den Fahrzeugkorso bereits von weitem gehört haben. En Foto oder Video des bunten Fahrzeugkorsos zur Erinnerung. Die Sirenen der Einsatzfahrzeuge lockte bereits die Anwohner in der Louis-Lewin-Straße an die Fenster und auf die Straße.

Von der Riesaer Straße ging es nach links auf die Louis-Lewin-Straße, wo die interessierten Anwohner bereits warteten. Zwischendurch waren immer wieder die Sirenen der Einsatzfahrzeuge zu hören. Am U-Bhf Louis-Lewin-Straße bog der Fahrzeugkorso in die Quedlinburger Straße ab und wurde von winkenden Anwohnern empfangen. “Klasse Aktion” rief eine Mutter, die mit ihrer Familie am Straßenrand stand und filmte. An der Ecke Janusz-Korczak-Straße dann plötzlich ein kleiner Zwischenfall, ein US-Polizeifahrzeug reagierte prompt und stellte sich einem Transporter in den Weg, um ihn zu stoppen, der Transporter beabsichtigte sich entgegen der Richtung des Fahrzeugkorsos zu bewegte, der routinierte Einsatz des US-Polizeiwagen geschah natürlich nur “symbolisch” und alles war nur halb so schlimm, aber ein wichtiger Hinweis für den Transporterfahrer, der sichtlich überrascht von dem Aufgebot des Fahrzeugkorsos war und sich scheinbar nicht bewusst war, dass er sich nun einen Moment gedulden musste. Der freundliche Transporterfahrer winkte ebenfalls zum Abschied und gab “Daumen hoch”.

Von der Quedlinburger Straße ging es weiter auf der Stendaler Straße, wo schon einige geduldige Autofahrer warteten, auch sie winkten dem bunten Fahrzeugkorso zu und signalisierten mit ihrer Hupe Anerkennung für die kurze Wartezeit. “Das haben wir nicht alle Tage”, äußerte ein Mittfünfziger.

Für die Teilnehmer sind die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge ein Highlight gewesen.

Mittendrin begleitete ein im Kiez besonders bekanntes Martinshorn der Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Hellersdorf (FDBH) den Lampionumzug, welche mit einem Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (LHF) den Fahrzeugkorso ergänzte. Die Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf fährt im Jahr die meisten Einsätze von allen FF-Wachen im Bezirk. Auf der Stendaler Straße wurde der bis dahin kaum spürbare leichte Nieselregen dann doch etwas mehr. Ungestört davon bog der Fahrzeugkorso mit Licht und Klang in die Zossener Straße ab, wo sie bereits erwartet wurden.

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Von der Zossener Straße ging es nach links auf die Alte Hellersdorfer Straße durch das ehemalige Dorf Alt-Hellersdorf, dem geschichtsträchtigen und historischen Entstehungsort des Bezirkes Hellersdorf. Hier stehen noch zahlreiche denkmalgeschützte Häuser und Ställe. Weiter ging es an der Hellersdorfer Straße 171 den Rhintowers, in dem einst die Bezirksverwaltung von Hellersdorf 1986 residierte, als der Bezirk noch in seiner Entstehungsphase war. Zurück auf die Hellersdorfer Straße, vorbei an der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hellersdorf in Richtung Startpunkt in Kaulsdorf Nord und endete pünktlich um 19.55 Uhr an der Hellersdorfer Straße/Gülzower Straße. Zeitplan minutengenau eingehalten!

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Der Fahrzeugkorso auf der Riesaer Straße

Die Organisatoren des Fahrzeugskorsos durch die Stadtteile Kaulsdorf Nord, Hellersdorf Süd und Hellersdorf Nord begleiteten “den etwas anderen Lampionumzug” mit ihren eigenen – im Kiez bekannten Fahrzeugen.

Der Bezirksverordnete und CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf Alexander J. Herrmann (CDU) mit seinem blauen Trabant 601 (der Grilltrabi ) aus Kaulsdorf Nord und Hellersdorf Süd und der langjährige Abgeordnete Mario Czaja (CDU) mit seinem Barkas B-1000, die Bürgerfeuerwehr aus dem Ortsteil Mahlsdorf.

Auserdem haben mitgewirkt: Balkonquatsch, Familientraditionfest Kaulsdorf Nord.

Augenscheinlich ist der Versuch gelungen, einen etwas anderen Lampionumzug zu organisieren, besonders in Zeiten, in denen die Menschen etwas mehr Abstand zueinander halten sollten. Wir dürfen gespannt sein, was uns in einem Jahr erwartet und ob die Marzahner-Hellersdorfer Bürger daran nochmal teilhaben dürfen.

Den Kindern hat es gefallen, den Erwachsenen auch.

Eine Kritik werden wir an die beiden Organisatoren Alexander J. Herrmann und Mario Czaja umgehend weitergeben. Unser Postfach erreichten noch vor Beitragsveröffentlichung zwei Mails mit dem freundlichen Hinweis: “Wir wussten nicht, dass der Lampionumzug stattfindet, früher waren noch Aushänge in den Häusern oder im Briefkasten.” Sinngemäß hätten die Anwohner gern den konservativen Infozettel in den Wohnhäusern gehabt. Nächstes Jahr vielleicht! 🙂

Inhaltliche Hinweise an: info@marzahn-hellersdorf.com

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