Nach Protest! Berliner Landesregierung stoppt 1-Mio-Euro Corona-Kampagne

Nach vier Wochen stoppte der Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) die umstrittene Corona-Kampagne

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Die Infektionszahlen im Bundesgebiet steigen seit einiger Zeit wieder, in Berlin exorbitant schnell und hoch, am Dienstag wurden 706 Neuinfektionen für Berlin gemeldet. Um den steigenden Infektionszahlen Einhalt zu gebieten, startete der Berliner Senat eine “Corona-Kampagne”, um für gegenseitige Rücksichtnahme und die Maskenpflicht zu werben. Die Kampagne wurde nun nach knapp vier Wochen gestoppt, wie die B.Z. berichtete!

Der erhobene Zeigefinger für alle ohne Maske. Wir halten die Corona-Regeln ein, steht auf dem provokanten Plakat. In Berlin halten sich nicht alle Menschen an die aktuelle Verordnung des Berliner Senats – es wurde Maskenpflicht verordnet, einige wenige Menschen rebellieren dennoch! Die Sensibilisierungs-Kampagne, die im Landesauftrag durch eine Tourismusmarketingfirma durchgeführt wurde, wurde nun nach reichlich Protest gestoppt. Die Kampagne richtete sich “mit Berliner Humor” an die Berliner Gastronomie und ihre Besucher und sollte auf bestehende Hygiene- und Abstandsregeln aufmerksam machen.

Plakat #berlingegencorona

Das Plakat zeigt eine ältere Frau, welche vom Alter her bereits eine stolze Großmutter zweier Enkel sein könnte. Diese Großmutter gehört zur Risikogruppe und ist von daher besonders gefährdet. Statt einen mahnenden Zeigefinger zu zeigen, zeigt sie einen ausgestreckten Mittelfinger. Das stieß bei Außenstehende auf Ablehnung. Eine Beleidigung für einige Berliner. Augenscheinlich sollte die Kampagne die Informationsempfänger so begegnen, wie sie selbst der Maskenpflicht begegnen.

Die Kampagne, wurde von Ramona Pop (Bündnis90/Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe ins Leben gerufen und startete am 15. September 2020. Die Kampagne wurde nun vom Berliner Bürgermeister Michael Müller (SPD) gestoppt. Geplante Plakatierungen und Zeitungsanzeige werden in Berlin nicht mehr durchgeführt. Die fehlgeschlagene Kampagne wird aus dem Steuerzahlertopf bezahlt und kostet dem Berliner 1 Million Euro.

Die Berliner Senatsverwaltung zeigt aber auch, dass es ganz klassisch und seriös geht. Seit Dienstag wird ein Radiospot ausgestrahlt.

Screenshot Senatsverwaltung Berlin Facebook

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