Rudolf Hübler, Landschaft, Architektur, Körper – Eine Werkschau im Alten Rathaus Marzahn

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Von 24. Juni bis 26. September widmet das Alte Rathaus Marzahn dem Maler Rudolf Hübler (1928 – 2018) eine große Ausstellung.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt der architektonisch und technisch inspirierten Arbeiten des Malers auf mehreren Stockwerken im Rathaus Marzahn.Die Kuratoren dieser Ausstellung sind Martina Nußbaum und Niels Beugeling. Sie legen den Schwerpunkt dabei auf Arbeiten, die mit den letzten dreißig Schaffensjahren des Künstlers in Berlin-Biesdorf in Verbindung stehen.

Anfang der 1990er Jahre lässt sich der Maler Rudolf Hübler in Biesdorf nieder. Die Arbeiten, die hier in den folgenden Jahren entstanden sind, spiegeln vor allem Eindrücke wider, die er auf seinen Streifzügen durch Marzahn sammelt. Nach seiner Zeit in West-Berlin ist Hübler fasziniert von den Plattenbauten der 1970er mit ihren abstrakten vertikalen und horizontalen Linien. Diese auf das Wesentliche reduzierte Architektur nimmt in seinem Werk einen herausragenden Platz ein.

In den 1960er und 1970er Jahren prägt Hübler die Berliner Kunstszene mit und steht nicht zuletzt als Beispiel für eine Künstlergeneration im geteilten Berlin. In den 70er Jahren ist Hübler Gründungsmitglied der Gruppe Plus. Zusammen mit Rolf Fässer, Detlef aus dem Kahmen, Gerald Matzner und Brigitte Stamm hat er zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Seine Arbeiten befinden sich heute in wichtigen Sammlungen, wie der Neue Berliner Kunstverein und die Akademie der Künste in Berlin

Rudolf Hübler widmet sich im Laufe seines Schaffens vor allem großformatigen Malereien und Zeichnungen. Zu sehen sind darin vor allem Architektur- und Industrielandschaften, Landschaften in Schwarz, Weiß, Grau und Braun, die das Leben in der Stadt gleichsam auf surrealistische Weise darstellen und den Menschen allenfalls als Passanten inszenieren.

Die Debatte über Architektur, Bebauung und Stadt wird derzeit wieder intensiv geführt in Berlin. Auch zu dieser Debatte leistet die Ausstellung einen Beitrag.

Zur Eröffnung wird eingeladen für den 24. Juni um 18 Uhr in das Rathaus Marzahn. Der Verein ag friedhofsmuseum Berlin e.V. wird sein Engagement für das Werk beleuchten, die Kuratoren die Werkschau in ihrer Auswahl begründen und besonders freuen wir uns, dass Frau Dr. Hübler dieser Präsentation der Arbeiten ihres Mannes beiwohnen wird.

Organisiert wurde die Ausstellung von der ag friedhofsmuseum Berlin e.V. und im Rahmen der Kulturförderung vom Bezirksamt Marzahn Hellersdorf unterstützt.

Die Ausstellung im Alten Rathaus Marzahn, Helene-Weigel-Platz 8<https://www.google.com/maps/search/Helene-Weigel-Platz+8?entry=gmail&source=g>, ist von

24. Juni bis 26. September 2021 Mo-Fr von 8 bis 18 Uhr zu besichtigen.

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