THW-Kräfte aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt unterstützen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

Am Dienstag fuhren Kräfte vom THW Lübben und Prenzlau los, sie kamen in der Nacht an. Sie werden beim schrittweisen Aufbau der Infrastruktur mit den Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung helfen. Foto: THW/Franz Pieter

Berlin (ots) Nach dem Unwetter im Südwesten Deutschlands ist in den besonders betroffenen Regionen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Lage noch immer sehr angespannt. Jetzt helfen dort auch THW-Kräfte aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin, die Montag und Dienstag dorthin zur Unterstützung angefordert wurden. Insgesamt sind 190 THW-Einsatzkräfte aus den drei Bundesländern in die Bewältigung der vielfältigen Einsatzaufgaben eingebunden.

Auch Kräfte der THW-Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung aus Sachsen-Anhalt erreichten ihr Einsatzgebiet. Im Verband mit weiteren Einheiten machten sie sich auf den Weg, um den Menschen im Katastrophengebiet zu helfen. Foto: THW/ Marcel Böttcher

„Es geht vor allem darum, die noch existierende Infrastruktur am Laufen zu halten, um Schlimmeres zu verhindern und kaputte Infrastruktur wieder aufzubauen. Das ist enorm wichtig, damit sich Situation für die Menschen in der Katastrophenregion schrittweise spürbar verbessern kann“, sagt THW-Landesbeauftragter Sebastian Gold. „Einsatzkräfte aus meinem Landesverband wissen aus eigener Erfahrung, was ein solches Unwetterereignis für die Menschen bedeutet. Und dass es wichtig ist, nach vorn zu schauen und zügig die wichtigsten Strukturen wieder aufzubauen. In den Hochwasserlagen 2013, 2002 und 1997 haben die Helferinnen und Helfer aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin hierfür wertvolle Erfahrungen und Kompetenzen gewonnen. Damals unterstützte uns das THW aus allen Bundesländern und wir haben diese Hilfe sehr gebraucht. Jetzt ein Stück weit in den Katastrophengebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unsere Hilfe einbringen und mit den dort unermüdlich arbeitenden Einsatzkräften des THW und der anderen Einsatzorganisationen gemeinsam eine Verbesserung der Lage erreichen zu können, ist eine große Aufgabe für uns“, meint Landesbeauftragter Sebastian Gold.

Die THW-Kräfte arbeiten im Schichtbetrieb, um für die Menschen im Katastrophengebiet die grundlegenden Infrastruktureinrichtungen am Laufen zu halten. Foto: THW/Marco Kebschull

Zu den ersten Aufgaben, die THW-Kräfte aus unserem Landesverband übernahmen gehören:

– Die Verpflegung und Koordinierung der eingesetzten Kräfte im Bereitstellungsraum Nürburgring (Rheinland-Pfalz) zu unterstützen, dort sind THW-Kräfte der Fachgruppe Logistik Verpflegung aus Halle (S.), Eberswalde, Burg, Quedlinburg, Berlin Steglitz-Zehlendorf eingebunden. Die Fachgruppe Führung/Kommunikation aus Magdeburg unterstützt seit heute früh die Einsatzleitung. Im Bereitstellungsraum Nürburgring sind Kräfte aller beteiligten Einsatzorganisationen untergebracht, werden verpflegt, erhalten ihre Aufträge und gehen von dort in ihre Einsatzorte.

– Die Überwachung von Gebäuden mit dem Einsatzstellen-Sicherungs-System, hier ist das THW Quedlinburg verstärkend im Einsatz

– Absicherung der Notstromversorgung durch eine Fachgruppe Elektroversorgung am Klärwerk Eschweiler (Nordrhein-Westfalen)

– Eine Berliner Helferin unterstützt bei der Trinkwasseraufbereitung

– Die Leitungs- und Koordinierungs-Stäbe sind rund um die Uhr besetzt.

Alle Einheiten, die gestern und vorgestern auf dem Weg waren, sind wohlbehalten angekommen. Einige erst spät in der Nacht, sie erholten sich noch, um dann die nächsten Aufträge entgegen nehmen zu können und dann an ihren Einsatzort zu gehen.

Rund 3.000 THW-Helferinnen und – Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet sind weiterhin unter anderem damit beschäftigt, Trinkwasser aufzubereiten, Wasser abzupumpen, Stromversorgung sicherzustellen und Verkehrswege frei zu räumen. Im Einsatz befinden sich neben Feuerwehren und THW auch die Bundeswehr und weitere Hilfsorganisationen.

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