Beim Pfingstturnier der Füchse Berlin schlugen die D-Junioren des FV Rot-Weiß 90 Hellersdorf den Gruppenersten der Gegenseite aus dem Wettbewerb – und scheiterten erst im Halbfinale am späteren Finalisten. Die Füchse schickten als Gastgeber zwei Mannschaften auf den Platz. Am Ende stand ein verdienter vierter Platz unter zehn Berliner Nachwuchsmannschaften. Glückwunsch Jungs!
An der Aroser Allee in Reinickendorf trafen sich heute zehn Berliner Nachwuchsmannschaften zum traditionellen „Füchse Pfingstcup der D-Junioren„, ausgerichtet von den Füchsen Berlin. Mit dabei: die 1. D des FV Rot-Weiß 90 Hellersdorf. Was die Mannschaft aus dem Berliner Osten an diesem Pfingstsonntag leistete, darf sich der Verein zu Recht auf die Fahnen schreiben.
Schwieriger Start in der Gruppe A
Die Auslosung hatte es nicht gut gemeint mit den Hellersdorfern. In der Gruppe A warteten mit Füchse Berlin Grün und dem Berliner AK zwei der stärksten Mannschaften des gesamten Turniers. Und tatsächlich dominierten beide Teams die Gruppe nach Belieben: Füchse Grün beendeten die Vorrunde mit zwölf Punkten und einem makellosen 8:0-Torverhältnis, der Berliner AK erzielte beeindruckende 17 Tore bei nur einem Gegentreffer.
Für Rot-Weiß 90 verlief die Gruppenphase wechselhaft. Zum Auftakt gelang gegen FC Deetz ein 2:1-Sieg, der gut in den Tag startete. Auch gegen Meteor 06 konnten die Hellersdorfer punkten. Doch gegen die Spitzenteams der Gruppe fehlte die Durchschlagskraft: Gegen den Berliner AK setzte es eine deutliche 0:6-Niederlage, und das Torverhältnis von 2:11 nach vier Gruppenspielen sprach eine klare Sprache.
Am Ende stand Platz vier in der Gruppe A – drei Punkte, Rang vier von fünf. Genug für die Finalrunde, aber ohne große Ambitionen auf dem Papier.

Viertelfinale: Der große Coup gegen Stern Marienfelde
Dann kam Spiel 24, und mit ihm der Moment, der diesen Turniertag so unvergesslich macht.
Als vierter der Gruppe A bekam Rot-Weiß 90 ausgerechnet Stern Marienfelde zugelost – den Gruppensieger der Gruppe B, der die Vorrunde mit zehn Punkten und einem 8:1-Torverhältnis souverän gewonnen hatte. Auf dem Papier ein klares Duell Favorit gegen Außenseiter. Auf dem Platz sah das aber ganz anders aus.
Die Hellersdorfer packten den Zauberstab aus und liefen von der ersten Minute an dagegen an, kämpften um jeden Ball, ließen Stern Marienfelde nicht zur Entfaltung kommen. Nach regulärer Spielzeit stand es unentschieden – die Verlängerung musste entscheiden. Und dort zeigten die Rot-Weiß-Junioren Nervenstärke: Mit 3:1 nach Verlängerung schickten sie den Topfavoriten vom Platz. Ein Ergebnis, das unter den Zuschauern für gebührenden Applaus sorgte.
Halbfinale: Erst gegen den späteren Finalisten gescheitert
Der Viertelfinaleinzug in die Runde der letzten Vier brachte die nächste Bewährungsprobe: BFC Dynamo, einer der renommiertesten Berliner Nachwuchsklubs überhaupt. Auch dieses Duell ging in die Verlängerung – ein Beleg dafür, dass Rot-Weiß 90 die Gegner auch in diesem Spiel alles andere als leicht spielen ließ.
Am Ende unterlagen die Hellersdorfer mit 1:3 nach Verlängerung und schieden aus dem Kampf um die Medaillenränge aus. Dass BFC Dynamo anschließend ins Finale einzog und dort erst im Endspiel gegen den 1. FC Wilmersdorf mit 2:3 scheiterte, unterstreicht, gegen welch starken Gegner Rot-Weiß 90 hier kämpfte.

Spiel um Platz 3: Knappe Niederlage nach Kräfteraubbau
Im Spiel um den dritten Platz wartete Füchse Berlin Grün – derselbe Klub, der die Gruppe A mit zwölf Punkten und ohne Gegentor dominiert hatte. Nach zwei Verlängerungen in Viertel- und Halbfinale war der Kräfteverschleiß bei den Hellersdorfern deutlich spürbar. Die Mannschaft gab alles, unterlag aber knapp mit 3:4.
Damit beendete der FV Rot-Weiß 90 Hellersdorf das Turnier auf dem vierten Gesamtrang hinter 1. FC Wilmersdorf, BFC Dynamo und Füchse Berlin Grün.
Ein Turniertag, der Mut macht
Platz vier von zehn Mannschaften – das liest sich nüchtern. Wer jedoch den Turnierverlauf kennt, weiß, was dahintersteckt: Eine Mannschaft, die die Vorrunde als Gruppenviertplatzierter abschloss, die sich gegen einen hochgehandelten Favoriten durchsetzte, zweimal in die Verlängerung ging und erst im Halbfinale gegen den späteren Finalisten ausschied.
Der Pfingstcup der Füchse Berlin hat gezeigt, dass im Nachwuchs des FV Rot-Weiß 90 Hellersdorf mehr steckt, als Tabellen bisweilen zunächst vermuten lassen. Kampfgeist, Selbstbewusstsein und der unbändige Wille, mehr herauszuholen als erwartet – das war die Visitenkarte der Hellersdorfer an diesem Pfingstsonntag. Herzlichen Glückwunsch 🍀.

Fotos: privat
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