Die Berliner Brunnensaison 2026 hat am Mittwoch offiziell begonnen. Auf dem Clara-Zetkin-Platz in Kaulsdorf-Nord ließen Vertreter der Berliner Wasserbetriebe, des Landes Berlin und des Bezirks Marzahn-Hellersdorf symbolisch den ersten Brunnen des Jahres sprudeln. Die Wahl des Ortes war kein Zufall: Marzahn-Hellersdorf gehört in diesem Jahr erstmals zu den Bezirken, die ihren Zierbrunnen-Service vollständig an die Berliner Wasserbetriebe übergeben haben.
Insgesamt werden in dieser Saison berlinweit 234 Zierbrunnen, Planschen, Fontänen und Wasserläufe betrieben. Davon gingen am heutigen 8. April bereits 40 Anlagen in Betrieb, weitere 144 sollen bis Mitte Mai schrittweise folgen.
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Rund 50 Anlagen befinden sich derzeit in der Sanierung und bleiben vorerst trocken – bei etwa 35 davon besteht größerer Reparatur- oder Investitionsbedarf, der in der Verantwortung der jeweiligen Bezirke liegt.

Marzahn-Hellersdorf auf Platz zwei in Berlin
Mit 38 Brunnen und Planschen belegt Marzahn-Hellersdorf berlinweit den zweiten Platz – hinter Friedrichshain-Kreuzberg, das mit 60 Anlagen die Spitzenposition hält. Zum Bestand des Bezirks zählen 18 Zierbrunnen, 11 Tiefbrunnen sowie neun Planschen. Letzteres ist ein absoluter Berliner Rekord: Die insgesamt 18 stadtweit betriebenen Planschen verteilen sich auf lediglich vier Bezirke und befinden sich ausnahmslos im Ostteil der Stadt. Die Planschen springen automatisch an, sobald die Temperaturen 25 Grad Celsius überschreiten.

Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic betonte die Bedeutung der Anlagen für das Zusammenleben im Kiez: „Unsere Zierbrunnen, Tiefbrunnen und Planschen sind an vielen Orten im Bezirk nicht nur ein spritziges Vergnügen, sondern wichtig für Austausch und Begegnung innerhalb der Nachbarschaft. Um sie pünktlich in Betrieb zu nehmen, ist die Zusammenarbeit mit den Wasserbetrieben als zuverlässigem Partner eine willkommene Unterstützung.“
Land und Wasserbetriebe betonen Klimaaspekt

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, die zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe ist, hob die symbolische Bedeutung des Saisonauftakts hervor: Die Brunnen stünden nicht nur für die Zuverlässigkeit der städtischen Wasserwirtschaft, sondern brächten Lebensqualität in die Stadt – für Berlinerinnen und Berliner ebenso wie für Gäste der Hauptstadt.

Umweltstaatssekretär Andreas Kraus verwies auf den klimapolitischen Nutzen modernisierter Brunnenanlagen: Sanierte Brunnen könnten öffentliche Räume kühlen und gezielt gegen Hitzeinseln wirken – ein zunehmend wichtiger Aspekt angesichts heißer Berliner Sommer.
Wasserbetriebe-Vorstand Frank Bruckmann ergänzte: „Unsere Arbeit geschieht oft im Verborgenen. Die Zier- und Trinkbrunnen machen nicht nur unser Wasser, sondern auch einen Teil unserer Leistung sichtbar – und sie machen Berlin lebenswert.“
21 Mitarbeiter für Berlins Brunnen zuständig

Den laufenden Betrieb der Brunnenanlagen sichern 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Technischen Service der Berliner Wasserbetriebe – neun davon kümmern sich um die Trinkbrunnen, 14 um die Zierbrunnen. Zu ihren Aufgaben gehören Wartung, Kontrolle, Reinigung sowie kleinere Reparaturen und Instandsetzungen. Größere Sanierungsmaßnahmen und Investitionen liegen weiterhin in der Verantwortung der Bezirke.





Parallel zur Zierbrunnensaison bereiten die Wasserbetriebe auch ihre 238 Trinkbrunnen an Straßen und Plätzen vor, die ab Mitte April schrittweise nach Inspektion und Reinigung in Betrieb gehen. Im Laufe der Saison sollen nach Reparaturen und Neubauten noch rund 15 weitere Trinkbrunnen hinzukommen.
Ebenfalls im Blick: die stadtweit 2.091 Notbrunnen, sogenannte Schwengelpumpen. Seit der Übernahme ihres Service durch die Wasserbetriebe im Jahr 2025 wurden rund 120 Pumpen grundlegend erneuert sowie zahlreiche weitere Instandhaltungsaufträge vergeben.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

