Ein Morgen, der sprachlos macht.
Als heute Morgen gleich mehrere E-Mails über unser Kiezreporterformular eintrafen, ahnten wir noch nicht, was uns in der Lily-Braun-Straße und der Peter-Huchel-Straße erwarten würde.
Nachbarn aus Kaulsdorf-Nord schilderten Zustände, die man eher aus Verkehrshotspots kennt – nicht aus ruhigen Wohnstraßen. Also machten wir uns sofort selbst ein Bild. Und was wir vorfanden, übertraf die Berichte sogar noch.

Wildes Parken, wohin man schaut. Fahrzeuge blockieren Gehwege, stehen rücksichtslos auf abgesenkten Bordsteinen oder beanspruchen kurzerhand die Grünanlage als private Stellfläche. Das unausgesprochene Motto: Hauptsache ich. Besonders bitter: Genau diese Bordsteinabsenkungen sind dafür da, dass Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie Eltern mit Kinderwagen sicher die Straßenseite wechseln können. Hier war kein Durchkommen.
Ein weiteres Bild zeigt ein Fahrzeug mitten im Grün – ein klarer Eingriff in die Anlage. Und wir alle wissen: Schon ein Tropfen Öl kann Unmengen an Wasser verunreinigen. Das ist nicht nur unsolidarisch, sondern schlicht inakzeptabel.

Wichtig ist auch das: Die große Mehrheit der Nachbarn in Kaulsdorf-Nord parkt korrekt und rücksichtsvoll. Umso mehr fallen die frechen Ausreißer auf – und schaden dem Miteinander. In den konkret festgestellten Fällen haben wir die Parkverstöße umgehend dem Ordnungsamt gemeldet. Anzeigen sind raus.
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Mehrere Nachbarn berichten inzwischen von einem gefühlten rechtsfreien Raum rund um Peter-Huchel-Straße, Lily-Braun-Straße, Bodo-Uhse-Straße und Cecilienstraße. Nachbarschaften, in denen – so der Eindruck – bislang kaum Kontrollen durch das Ordnungsamt stattfanden. Die Hoffnung ist klar: Dass das Ordnungsamt nun regelmäßig hinschaut und konsequent handelt – nicht nur hier, sondern überall dort, wo Wildparken zur Gewohnheit geworden ist. Wir dürfen von diesen Nachbarn keine einzige Ausrede akzeptieren, denn es gibt keine für so ein ein Verhalten.
Was jede und jeder tun kann: Rücksichtslose Nachbarn lassen sich unkompliziert über die Ordnungsamt-App melden. Das ist kein Anschwärzen, sondern ein Beitrag zu Sicherheit, Barrierefreiheit und Fairness im Kiez. Wie die App funktioniert, bzw. Informationen haben wir unten verlinkt.
Für einige Nachbarn dürfte demnächst Post von der Bußgeldstelle im Briefkasten liegen. Vielleicht ist das der nötige Weckruf – für mehr Rücksicht auf Gehwege, Grünflächen und vor allem aufeinander.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️
ℹ️ Ordnungsamt-App ℹ️
Die Ordnungsamt-App bietet Bürgerinnen und Bürgern in Marzahn-Hellersdorf eine unkomplizierte Möglichkeit, Probleme im öffentlichen Raum direkt digital an das Bezirksamt zu melden – schnell, mobil und ohne großen Aufwand.
Ob illegale Müllablagerungen, defekte Straßenlaternen, beschädigte Spielgeräte auf Spielplätzen oder falsch abgestellte Fahrzeuge: Mit wenigen Klicks lassen sich Hinweise inklusive Foto und automatischer Standortübermittlung einreichen. So können Missstände schneller erkannt und behoben werden – für einen saubereren, sichereren und insgesamt lebenswerteren Bezirk.
👉 Informationen zur Ordnungsamt-App



Das ist leider in der ganzen Stadt zu beobachten. Und bei weitem weit weg von Ausnahmen. Es ist zur Regel geworden. Die Ordnungsämter sind damit in der Regel überfordert. Sind ja auch nicht nur für die Falschparker da. Das Wissen diese Egoisten auch.
Ich bin der Meinung, die Strafen für´s Falschparken sollten massiv angehoben werden. Beginnend bei 500€, nach oben offen. Grundsätzlich Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate plus 2 Punkte in Flensburg. Und grundsätzlich umsetzen. Falls das nicht geht, weil keine Kapazitäten (Abschleppfahrzeug, Ausweichplatz), wird die Gebühr dafür trotzdem erhoben. Die Kontrolldichte durch das Ordnungsamt würde das nicht erhöhen, aber die Erwischten tun das spätestens dann wahrscheinlich nie wieder.
Autofahrer müssen endlich begreifen, dass sie nicht machen können, was sie wollen. Die Öffentlichkeit ist nicht verpflichtet, Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Das ist KEIN Grundrecht. Und schon gar nicht nur vor der eigenen Haustür. Jeder muss selbst zusehen, wie er sein Fahrzeug rechtskonform geparkt bekommt.
Ich verurteile nicht grundsätzlich das Autofahren. Bin selbst Nutzer. Fahre aber auch mit den Öffentlichen, mit dem Fahrrad und nutze meine Füße. Aber wenn in meinem Wohnumfeld kein Platz für ein Auto ist, dann kann ich mir nicht auch noch eines kaufen und dann z.B. so wie auf den Bildern abstellen. Das kann ich nicht erwarten. Und dann auch noch kostenlos. Ich bezahle für meinen Stellplatz viel Geld. Und dieser ist zentral in meiner Wohnanlage gelegen. Nicht zwingend vor der eigenen Haustür.
Und ich vermute, 99% haben ihr Auto aus Bequemlichkeit, Statussymbol, „Ich lass mir nichts vorschreiben“, oder sonstigen nutzlosen Begründungen. Aus Bequemlichkeit habe ich es auch. Bezahle aber dafür. Und nutze es meist nur für Fahrten in´s Umland oder den Urlaub.
Julian, was für ein völliger Unsinn. Die Verhältnismäßigkeit sollte schon im Vorgrund stehen. Den moralisch überhöhten Zeigefinger muss hier niemand zeigen. Demnächst fordern Sie noch Freiheitsstrafe für Falschparker.
Was die Situation allgemein angeht, vielleicht überlegen Sie mal, was bei aller Abgabenlast gegenüber den Haltern noch für Feindseligkeiten warten. Dieser Artikel trägt übrigens dazu bei, den Hass auf Autofahrer zu schüren. Und dass Sie ihren eigenen Stellplatz teuer bezahlen können, lässt tief blicken, das können viele Menschen eben nicht.
Das eigentliche Problem ist die seit Jahren vorangetriebene, nahezu ungezügelte Nachverdichtung in den Kiezen. Immer mehr Wohnraum wird geschaffen, was grundsätzlich nachvollziehbar ist, jedoch fast ausschließlich auf Kosten der bestehenden Infrastruktur. Innenhöfe, die früher zumindest teilweise Freiräume, Begegnungsflächen oder schlicht Luft zum Atmen boten, werden systematisch zugebaut – meist aus rein profitorientierten Gründen. Zusätzliche Parkflächen werden dabei entweder gar nicht oder nur unzureichend mitgedacht.
Das Resultat ist ein chronischer Parkplatzmangel, der sich insbesondere abends und nachts zuspitzt. Bewohnerinnen und Bewohner, die auf ein Auto angewiesen sind – sei es beruflich, familiär oder gesundheitlich –, stehen regelmäßig vor der Situation, minuten- oder gar halblang im Kreis fahren zu müssen, ohne realistische Aussicht auf einen legalen Stellplatz. Diese Realität wird in der politischen und planerischen Debatte häufig ausgeblendet oder verharmlost.
In diesem Zusammenhang von „Grünflächen“ zu sprechen, auf denen faktisch Fahrzeuge abgestellt werden, wirkt wenig ehrlich. Eine Fläche, die weder ökologisch nutzbar ist noch tatsächlich als Erholungsraum dient, verdient diese Bezeichnung schlicht nicht. Begriffe werden hier beschönigend verwendet, um Fehlentscheidungen zu kaschieren, anstatt die tatsächlichen Probleme offen zu benennen.
Selbstverständlich ist es nicht richtig, abgesenkte Bordsteine, Einfahrten oder andere sensible Bereiche zuzuparken. Das steht außer Frage. Diese Regeln haben ihre Berechtigung, insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit, Rettungswege und Anwohnerinteressen. Gleichzeitig sollte man jedoch die Ursachen betrachten, statt ausschließlich die Symptome zu sanktionieren. Wer spät abends nach mehreren Runden um den Block keinen Parkplatz findet, handelt oft nicht aus Ignoranz oder Rücksichtslosigkeit, sondern aus schierer Überforderung und Frustration.
Statt die Situation immer weiter zu verschärfen, wäre es dringend notwendig, Nachverdichtung ganzheitlich zu denken. Dazu gehören verbindliche Konzepte für Parkraum, realistische Alternativen für Menschen, die nicht vollständig auf das Auto verzichten können, sowie eine ehrliche Kommunikation darüber, was im Kiez tatsächlich leistbar ist. Reine Symbolpolitik oder das gegenseitige Ausspielen von Verkehrsteilnehmern löst kein strukturelles Problem.
Solange neue Gebäude entstehen, ohne dass die Folgen für die bestehende Nachbarschaft ernsthaft berücksichtigt werden, wird sich an der angespannten Lage nichts ändern. Wer Ordnung einfordert, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Die Parkplatzsituation ist sicher vielerorts angespannt und je nach Uhrzeit muss man etwas Zeit einplanen um einen Parkplatz zu finden. Einige Anwohner „finden“ allerdings immer einen. Sei es vor einem abgesenkten Bordstein, in einer Feuerwehrzufahrt oder im Bereich von Kreuzungen, so dass die Müllabfuhr am nächsten Morgen nicht durchkommt. Es sind anscheinend immer die selben, die zufällig auch direkt vor ihrer Haustür, „Opfer“ der angespannten Parksituation werden. Ich selbst habe bisher zu jeder Zeit einen Parkplatz finden können, dazu muss man auch bereit sein mal 200 oder 300 m zu gehen.
Und was die Ordnung angeht, hat der Bezirk schon lange kapituliert. Das Ordnungsamt ist nie zu sehen, die Polizei fährt auch an klar erkennbaren Falschparkern (Verkehrsgefährdung) einfach vorbei bzw. parkt auch selbst falsch. Das Ordnungsamt ist um Ausreden nicht verlegen („Wir müssen den Fahrer auf frischer Tat ertappen“), die natürlich vollkommener Quatsch sind. Auch die Polizei resigniert bzw. hat keine Lust sich um Falschparker zu kümmern („Wo sollen sie denn sonst parken“). Der kostenpflichtige Parkplatz im Wohngebiet ist im besten Falle mal halbvoll, der kommt aber offensichtlich für viele nicht in Betracht. Die Gebühren spart man sich lieber auf Kosten der Sicherheit der anderen Anwohner.
Das liegt einfach daran dass das Parken der vielen Sprinter in Wohngebiet im mehr überhand nimmt. Und das jeder 2. Mieter von zugezogene 3 Autos haben wie in der Peter Huchel Straße 52 bis 44. bist jemand ein Mercedes Bus und 2 Transporter die sich ein normaler Mensch der ehrlich arbeiten geht nie leisten könnte und dann kommt dazu das jeder 2. sein Firmen Springer mit nach Hause nimmt und sein privater wagen daneben steht. würde man dies verbieten. Hätten alle auch ein Parkplatz. und in der Peter Huchel Straße 50 wohnt wohl jemand mit Parkinson letztes Stadion und fährt immer noch mit seinem Auto und gefährdet damit Kinder im Straßenverkehr