5. September 2020

Keine Sirenen für Berlin – Bundesweiter Probealarm am 10. September 2020 um 11:00 Uhr

Die Innenministerkonferenz hat kürzlich beschlossen, bundesweit einen sich jährlich wiederholenden Probealarm an jedem zweiten Donnerstag im September durchzuführen. Der letzte bundesweite Probealarm erfolgte vor gut 30 Jahren im Herbst 1990. Ziel ist es, der Bevölkerung Wissen und Akzeptanz zum Thema „Warnung in Notlagen“ zu vermitteln. Am Donnerstag, 10. September 2020 um 11:00 Uhr wird es bundesweit einen Probealarm geben, um die Bevölkerung vor außerordentlichen Gefahren zu warnen. Marzahn-Hellersdorf LIVE berichtete am 24. August 2020 darüber. Für die Durchführung werden die Kommunen der Länder der Bundesrepublik Deutschland alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung nutzen.

In Berlin werden beim ersten bundesweiten Probealarm keine Sirenen zu hören sein. Der Probealarm ist für die gesamte Bundesrepublik am 10. September 2020 geplant.

Die Kommunen warnen in der Regel über Funk und Fernsehen, Soziale Medien, Werbetafeln, NINA-Warn-App, Lautsprecherwagen und Sirenen.

Signale der Zivilschutzsirene in Deutschland

In Berlin werden keine Sirenen zu hören sein

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Berliner Senat haben dazu erklärt, dass dafür in Berlin das Internet und Ansagen über den Rundfunk besser geeignet sind, damit die Informationen an bestimmte Orte möglichst genau erfolgen können. Die Berliner Senatsinnenverwaltung teilte außerdem dazu mit: „Die Zivilschutzsirenen des Bundes wurden in Berlin Anfang der 90er Jahre abgebaut„.

Mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 wurden die Zivilschutzsirenen in der gesamten Bundesrepublik zurückgebaut. Einst waren 80.000 Zivilschutzsirenen installiert. In der Zeit nach dem Mauerfall wurden in den ersten zwei Jahren bundesweit 40.000 Sirenen abgebaut. Die Betriebskosten für die Zivilschutzsirenen betrugen 70 Millionen Mark pro Jahr. Den Kommunen wurden Anfang der 1990 Jahre die Zivilschutzsirenen durch das Bundesinnenministerium zur Übernahme angeboten. Der Betrieb dieser Technik, die über das Telefonnetz lief, war sehr kostenintensiv. Die Betriebskosten hätten die Kommunen selbst tragen müssen. Viele lehnten einen Weiterbetrieb in Eigenregie ab. Die Freiwillige Feuerwehren in Berlin nutzen zur Alarmierung „Pieper“, die Brandenburger nutzen zusätzlich die Sirenentechnik zur Alarmierung bis heute, im benachbarten Brandenburg hören die Berliner die Sirenen der Freiwilligen Feuerwehren noch heute. Das Land Berlin hatte Anfang der 1990 Jahre jährliche Betriebskosten durch die Sirenen in Höhe von 500.000 DM jährlich.

Die Berliner Landesregierung setzt auf Warn-Apps wie NINA, Funk und TV, Werbetafeln und soziale Medien statt Sirenensignale, Wir Berliner können nur hoffen, dass im Fall der Fälle nicht gerade wieder einmal ein Stromausfall ist …

Inhaltliche Hinweise an: info@marzahn-hellersdorf.com

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