Die Verkehrssituation an der Heinrich-Grüber-Straße in Kaulsdorf bleibt ein Thema für Anwohner. Eine aktuelle Schriftliche Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus zeigt: Während zumindest eine mögliche Querungshilfe geprüft wird, gibt es für den fehlenden Radweg weiterhin keinerlei konkrete Planungen.
Der Abgeordnete Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grünen) hatte den Senat Mitte Dezember zur Verkehrssicherheit an zwei Kreuzungen sowie zum unvollständigen Radweg in der Heinrich-Grüber-Straße befragt. Die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt nun vor.
Querungshilfe an der Gülzower Straße wird geprüft

Für die Kreuzung Heinrich-Grüber-Straße / Gülzower Straße bestätigt der Senat, dass aus der Bevölkerung Vorschläge für eine Querungshilfe – etwa einen Fußgängerüberweg – vorliegen. Ob und in welcher Form eine solche Maßnahme umgesetzt werden kann, wird aktuell in der Arbeitsgruppe „Förderung des Fußverkehrs / Querungshilfen“ geprüft. An dem Verfahren sind neben der Senatsverwaltung auch das Bezirksamt, die Straßenverkehrsbehörde und die Polizei beteiligt.



Ein konkreter Zeitplan ist allerdings nicht absehbar. Aufgrund der Vielzahl eingereichter Vorschläge und mehrerer notwendiger Prüfschritte werde die Bearbeitung noch einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es in der Antwort.
Keine Auffälligkeiten an der Zanderstraße

Anders stellt sich die Lage an der Kreuzung Heinrich-Grüber-Straße / Zanderstraße dar. Hier liegen dem Senat nach eigenen Angaben keine Erkenntnisse zu Verkehrssicherheitsproblemen vor. Entsprechend seien auch keine Maßnahmen oder Planungen bekannt.
Fehlender Radweg bleibt ungelöst

Ernüchternd fällt die Antwort zur Radverkehrsinfrastruktur aus. Für den südlichen Abschnitt der Heinrich-Grüber-Straße, insbesondere zwischen Hellersdorfer Straße und Gülzower Straße, existieren derzeit keine Planungen zum Ausbau der teilweise fehlenden Radverkehrsanlagen. Damit bleibt eine zentrale Forderung aus der Nachbarschaft weiterhin ohne Perspektive.


Die Senatsantwort zeigt: Für mehr Sicherheit von Fußgängern gibt es zumindest erste Prüfprozesse – konkrete Verbesserungen lassen jedoch weiter auf sich warten. Radfahrer hingegen müssen sich auf absehbare Zeit auf unveränderte Bedingungen einstellen. Ob sich daran etwas ändert, dürfte auch vom weiteren politischen Druck aus Bezirk und der Kaulsdorfer Bevölkerung abhängen.
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Wer einen Radweg haben will sollte überlegen wenn er im Herbst wählt.