24. September 2025

Nullrunde beim Bürgergeld: Regelsätze bleiben 2026 unverändert

Das Bundeskabinett hat beschlossen, die Regelsätze für Bürgergeld und Sozialhilfe im Jahr 2026 nicht zu erhöhen.

Grundlage ist die gesetzlich vorgeschriebene Fortschreibungsformel, die jährlich die Anpassung der Leistungen an die Preis- und Lohnentwicklung berechnet. Diese Formel hätte für 2026 sogar eine Senkung ergeben – doch eine sogenannte Besitzschutzregelung verhindert Kürzungen. Damit bleibt es bei den aktuellen Beträgen.

Berechnungsgrundlage

Die Fortschreibung der Regelsätze setzt sich zu 70 Prozent aus der Preisentwicklung und zu 30 Prozent aus der Netto­lohnbilanz zusammen. Für Alleinstehende hätte die Berechnung für 2026 einen Wert von 557 Euro ergeben – 6 Euro weniger als derzeit gezahlt wird. Da Kürzungen ausgeschlossen sind, bleibt der aktuelle Satz von 563 Euro bestehen.

Auch für Paare, Kinder und Jugendliche gelten die bisherigen Sätze weiter. Änderungen gibt es lediglich für Empfängerinnen und Empfänger von Asylbewerberleistungen: Da für sie die Besitzschutzregel nicht gilt, waren die Leistungen 2025 bereits gesunken. Für 2026 ergeben sich hier nun wieder leicht steigende Werte.

Regierung und Kritik

Die Bundesregierung begründet die Nullrunde mit dem abnehmenden Inflationsdruck und der moderaten Preisentwicklung nach den stark steigenden Lebenshaltungskosten der vergangenen Jahre. Man verweist darauf, dass die deutlichen Erhöhungen in den Jahren 2023 und 2024 die Regelsätze bereits über den rechnerischen Wert gehoben hätten.

Sozialverbände und Kritiker warnen hingegen vor zusätzlichen Belastungen für einkommensschwache Haushalte. Gerade angesichts weiterhin hoher Energie- und Lebensmittelpreise könne eine Nullrunde dazu führen, dass Betroffene noch stärker an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten stoßen.


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Der Kabinettsbeschluss ist noch nicht endgültig: Der Bundesrat muss der Verordnung zur Fortschreibung der Regelsätze zustimmen. Die Debatte über soziale Gerechtigkeit und die ausreichende Absicherung von Grundbedürfnissen dürfte die Politik und Gesellschaft daher noch länger beschäftigen.

👉 Weitere Informationen stellt die Bundesregierung auf ihrer Webseite bereit: bundesregierung.de

Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

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