In Marzahn nimmt ein großes Neubauprojekt konkrete Formen an: Für die Grundstücke Jan-Petersen-Straße 14 und 18 liegen nun detaillierte Informationen aus einer aktuellen Schriftlichen Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (LINKE) vor.
Die Antworten des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf liefern erstmals einen umfassenden Überblick über Umfang, Zeitplan und Auswirkungen des geplanten Wohnungsneubaus.
Bis zu 444 neue Wohnungen
Bereits 2024 wurde für die Jan-Petersen-Straße 14 ein positiver Bauvorbescheid erteilt. Geplant ist ein mehrgeschossiger Neubau mit 275 Wohneinheiten sowie rund 640 m² Gewerbefläche im Erdgeschoss. Für die zusammengefassten Grundstücke 14/18 liegt inzwischen ein Bauantrag vor – dieser sieht sogar 444 Wohneinheiten vor. Das Gebäude mit der Hausnummer 18 bleibt im Bestand.
Die Geschosshöhe der neuen Wohnbauten soll 2,65 Meter betragen.





Genehmigungsverfahren läuft
Der Bauantrag wurde am 30. September 2025 gestellt und befindet sich derzeit in Prüfung. Einen Zeitpunkt für die Erteilung der Baugenehmigung konnte der Bezirk noch nicht nennen. Nach Eingang aller vollständigen Unterlagen folgt die übliche Behördenbeteiligung – erst danach kann über die Genehmigung entschieden werden.
Wann genau gebaut wird oder wann die Fertigstellung erfolgen könnte, bleibt offen. Auch hierzu verweist der Bezirk auf den Vorhabenträger.
Kita- und Schulplätze: Zusätzlicher Bedarf erwartet
Durch den Neubau entsteht laut Bezirk ein zusätzlicher Bedarf von 23 Kitaplätzen. In Marzahn-Mitte stehen aktuell 2.617 angebotene Plätze zur Verfügung – weitere 172 neue Plätze befinden sich in Planung. Zudem existieren zwei Vorhalteflächen für zukünftige Kitabauten.





Im Schulbereich rechnet der Bezirk mit mindestens 48 zusätzlichen Grundschulplätzen, realistischer seien jedoch bis zu 96 Plätze. Diese sollen durch Umverteilung, mögliche provisorische Kapazitäten oder Anpassungen der Einschulungsbereiche abgedeckt werden.
Eine Beteiligung des Investors an den Kosten für zusätzliche Infrastruktur erfolgt nicht – eine Verpflichtung dafür besteht laut Bezirk nicht.
Keine Sozialwohnungen geplant
Alle Wohnungen sollen freifinanziert entstehen – keine WBS-Wohnungen geplant. Sozial geförderte Wohnungen seien nicht vorgesehen.
Ärztliche Versorgung & Gewerbeflächen
Der Bezirk fordert den Investor auf, medizinische Einrichtungen in die Planung einzubeziehen. Parallel arbeitet das Bezirksamt weiterhin mit der Kassenärztlichen Vereinigung zusammen, u. a. zur Einrichtung einer zweiten KV-Praxis im Bezirk.
Der Bauantrag sieht zudem 839 m² Gewerbeflächen vor – mehr als ursprünglich im Vorbescheid.





Parkplätze & Fahrradstellplätze
Das Projekt umfasst:
- 67 PKW-Stellplätze, davon 39 in der Tiefgarage (eine Erweiterung wird geprüft)
- 566 Fahrradstellplätze, davon 350 in der Tiefgarage
Keine weiteren Projekte in der Straße
Laut Bezirksamt liegen keine weiteren Bauvorhaben für die Jan-Petersen-Straße vor.
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Mit bis zu 444 neuen Wohnungen gehört das Projekt zu den größten aktuellen Wohnungsneubauten in Marzahn. Während der Bezirk den zusätzlichen Bedarf an Kita-, Schul- und medizinischer Versorgung im Blick hat, bleiben Fragen zu Zeitplan und Infrastrukturverantwortung weitgehend beim Investor. Die kommenden Monate werden zeigen, wann die Baugenehmigung erteilt und das Projekt tatsächlich startet.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️
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„Keine weiteren Projekte in der Straße“ Dafür aber am Ende der Straße in der Lea-Grundig. Da soll ein riesen Klotz auf den Parkplatz direkt vor den Plattenbauten, sehr schön.