4. April 2026

Berliner Probeunterricht auf dem Prüfstand: Landeselternausschuss sucht Sechstklässler für unabhängige Testgruppe

Hollerbusch-Grundschule - © Marzahn-Hellersdorf.com

Der Landeselternausschuss Berlin (LEA) sucht kurzfristig Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 für eine unabhängige Evaluation des Berliner Probeunterrichts – jenes Verfahrens, das über den Zugang zu weiterführenden Schulen mitentscheidet.

Anlass ist auch ein bemerkenswerter Befund aus dem Nachbarbundesland Brandenburg.

Wer gesucht wird und wie die Testgruppe abläuft

Gesucht werden Eltern und ihre Kinder aus der sechsten Klasse, die auf ihrer Förderprognose eine Gymnasialempfehlung haben. Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und hat keinerlei Auswirkungen auf den tatsächlichen Schulübergang der Kinder.

Die Veranstaltung findet statt am:

Dienstag, 8. April 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr
Redaktion der Berliner Morgenpost, Friedrichstraße 70, 10117 Berlin (nahe U-Bahnhof Stadtmitte)

Der Termin ist bewusst realitätsnah gestaltet und soll den echten Probeunterricht so authentisch wie möglich nachstellen. Während der gesamten drei Stunden werden die Kinder durch Lehrkräfte betreut. Wer möchte, kann im Nachgang seine individuellen Ergebnisse erfahren. Als kleine Anerkennung erhalten alle teilnehmenden Kinder zudem Goodies.


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Eine wichtige Bedingung: Die vorliegenden Aufgaben dürfen vorher nicht mit den Kindern geübt werden – nur so lässt sich ein aussagekräftiges Ergebnis erzielen.

Brandenburger Zahlen als Warnsignal

Den unmittelbaren Anstoß für die Initiative liefern aktuelle Zahlen aus Brandenburg: Dort hat das zuständige Ministerium gestern die Ergebnisse seines eigenen Probeunterrichts veröffentlicht. Das Verfahren ist dem Berliner sehr ähnlich – mit einem entscheidenden Unterschied: Brandenburg pilotiert seine Aufgaben vorab. Das Ergebnis ist ernüchternd: Rund 15 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben bestanden.

Für den Landeselternausschuss belegt diese Zahl eindrücklich, warum eine unabhängige Überprüfung des Berliner Verfahrens notwendig ist. „Ein Verfahren, das über Bildungswege mitentscheidet, darf nicht einfach hingenommen werden, nur weil es existiert“, heißt es in dem Aufruf. Ziel sei es, „hinzuschauen, nachzuhalten und öffentlich zu machen, wo Anspruch und Wirklichkeit auseinanderfallen.“


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Die Berliner Morgenpost wird im Anschluss über die Gesamtergebnisse der Testgruppe – insbesondere die Bestehensquote – berichten. Namen von Kindern oder Familien werden dabei nicht veröffentlicht.

Senatsverwaltung veröffentlicht Aufgaben und FAQ

Parallel dazu hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie heute die Aufgaben und Lösungen des diesjährigen Probeunterrichts sowie eine erweiterte FAQ zum Verfahren veröffentlicht. Die Materialien stehen auf den Seiten der Senatsverwaltung bereit:

  • Aufgaben und Lösungen: berlin.de/sen/bildung → Probeunterricht → Aufgaben
  • FAQ: berlin.de/sen/bildung → Probeunterricht

So können Familien mitmachen

Familien, die trotz der Osterferien teilnehmen können und möchten, werden gebeten, sich zeitnah beim Landeselternausschuss Berlin zu melden:

Kontakt: norman.heise@leaberlin.de

Der LEA teilt mit, dass man dem Verfahren gegenüber vollständig ergebnisoffen sei. Es gehe ausschließlich darum, die Qualität eines Instruments zu überprüfen, das für viele Berliner Familien folgenreich ist – und das bislang kaum einer unabhängigen Bewertung unterzogen wurde.

Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

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