Bei dem schweren Wohnungsbrand in der Dolgenseestraße im Berliner Ortsteil Friedrichsfelde (Bezirk Lichtenberg) kam es am Mittwochabend zu einem Großeinsatz der Berliner Feuerwehr.
Kurz vor 20 Uhr brach in einer Wohnung in der vierten Etage eines 21-stöckigen Hochhauses aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer aus.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Brandwohnung bereits in Vollbrand, Flammen schlugen aus den Fenstern. Aufgrund der hohen Brandlast innerhalb der Wohnung breitete sich das Feuer rasch aus, dichter Rauch zog durch das gesamte Gebäude bis in die oberen Stockwerke. Auch in der darüberliegenden Wohnung platzten Fensterscheiben durch die enorme Hitzeentwicklung, teilt der Pressedienst der Berliner Feuerwehr vor Ort mit.



Mehrere Kinder sollen sich nach ersten Erkenntnissen bei Ankunft der Rettungskräfte im verrauchten Treppenhaus befunden haben. Sie wurden von Feuerwehr und Rettungsdienst aus dem Gefahrenbereich gebracht. Wegen der Vielzahl Betroffener löste die Feuerwehr die Alarmstufen BRAND 10 sowie die MANV-25-Komponente (Massenanfall von Verletzten) aus. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte, zahlreiche Rettungswagen und Notärzte im Einsatz.
Fünf Personen mussten medizinisch behandelt werden. Drei Verletzte – darunter zwei Kinder und ein Erwachsener – befanden sich in lebensgefährlichem Zustand und mussten noch vor Ort reanimiert werden. Anschließend wurden sie in Krankenhäuser eingeliefert. Tragischerweise erlag eines der Kinder später seinen Verletzungen.



Zur Rettung weiterer Bewohner kamen Fluchthauben zum Einsatz. Vor dem Gebäude richteten die Einsatzkräfte eine Verletzten-Sammelstelle ein, wo die Erstversorgung erfolgte. Parallel wurde das Hochhaus systematisch durchsucht, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen in Gefahr befanden.
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Die Brandwohnung wurde unter anderem mittels hydraulischer Ventilation mit dem Strahlrohr entraucht, um verbliebenen Rauch gezielt aus dem Gebäude zu drücken. Ein angeforderter Rettungshubschrauber konnte aufgrund der Lage nicht landen – die Besatzung wurde stattdessen per Rettungswagen zur Einsatzstelle gebracht.

Auch für die eingesetzten Kräfte war der Einsatz belastend: Ein Einsatznachsorge-Team wurde hinzugezogen, um Feuerwehrleute und Rettungskräfte psychologisch zu betreuen.
Die Brandursache ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Fotos: © Felix D1strict & John Boutin (Berlin-Doku)

