Nach dem verheerenden Brand einer Doppelhaushälfte am Hornetweg in Berlin-Marzahn hat die Polizei nun einen entscheidenden Ermittlungserfolg erzielt.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft Berlin und Polizei heißt es, dass in der vergangenen Nacht gegen 22.30 Uhr in Polen ein 28-jähriger Tatverdächtiger festgenommen wurde.
Bei dem Mann handelt es sich um einen der acht Facharbeiter, die in dem betroffenen Haus untergebracht waren. Gegen ihn bestand bereits ein von der Staatsanwaltschaft Berlin erwirker Haftbefehl. Dieser konnte durch die enge Zusammenarbeit der polnischen Behörden mit den Zielfahndern des Landeskriminalamts vollstreckt werden.
Der 28-Jährige steht im dringenden Verdacht, in der Nacht vom 27. auf den 28. September 2025 das Feuer gelegt zu haben. Bei dem Brand kamen zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. Einer der Verletzten schwebt nach wie vor in Lebensgefahr.
Die Auslieferung des Tatverdächtigen nach Deutschland ist bereits beantragt. Über die Hintergründe der Tat herrscht weiterhin Unklarheit – die Ermittlungen der 8. Mordkommission des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Berlin dauern an.
Rückblick: Das Feuer in der Nacht zum 28. September
Gegen 3 Uhr morgens war die Feuerwehr zu der brennenden Doppelhaushälfte alarmiert worden. Das Gebäude stand in Vollbrand und konnte nicht mehr gerettet werden. Zwei Männer wurden tot aufgefunden, ihre Identität ist bislang nicht eindeutig geklärt. Vier weitere Bewohner konnten sich ins Freie retten. Zwei von ihnen mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Hinweise auf ein politisches oder religiös motiviertes Tatmotiv liegen den Ermittlern nach derzeitigem Stand nicht vor.
Symbolbild(er): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

