Kurz nach Mitternacht bemerkte ein Mann in seiner Wohnung an der Allee der Kosmonauten, dass sowohl sein Autoschlüssel als auch sein Freund plötzlich verschwunden waren. Der Verdacht lag nahe: Der Besucher – nach Angaben des Bestohlenen nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis – hatte den Schlüssel offenbar aus dessen Hosentasche genommen, während dieser im Bad war, und war mit dem Wagen davongefahren.
Was folgte, war eine nächtliche Suchaktion der besonderen Art. Der Autobesitzer stürmte oberkörperfrei, in Jogginghose und Badeschlappen auf die Straße und lief die Allee der Kosmonauten in Richtung Poelchaustraße entlang – auf der Suche nach seinem VW Polo.
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Besorgte Passanten sprachen ihn an, erfuhren von dem Vorfall und übernahmen wegen einer Sprachbarriere den Notruf. Die Polizei alarmierte daraufhin einen Funkwagen des Abschnitts 32 zur Kreuzung.



Doch das gestohlene Fahrzeug befand sich da bereits einige Kilometer entfernt – mitten in einer Verkehrskontrolle. Zivilbeamte des Abschnitts 33 waren zuvor in der Ringenwalder Straße auf die auffällige Fahrweise aufmerksam geworden und hatten das Fahrzeug auf der Landsberger Chaussee Höhe Stendaler Straße gestoppt. Der Fahrer konnte keinen Führerschein vorweisen, machte widersprüchliche Angaben zu möglichem Drogenkonsum – ein Urintest reagierte positiv auf Cannabis. Er wurde vorläufig festgenommen und zur Blutentnahme in eine Gefangenensammelstelle gebracht. Der VW Polo wurde gesichert.

Der Autobesitzer wurde von Polizeikräften zum Kontrollort gebracht – wo ihn der mutmaßliche Freund noch vor den Augen der Beamten beleidigte. Sein Fahrzeug erhielt er schließlich zurück.
Gegen den Fahrer wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss sowie wegen unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs ermittelt.
Fotos: © Felix D1strict & John Boutin (Berlin-Doku)

