Heute wurde im Kienbergpark in Marzahn-Hellersdorf der erste Blaulicht-Tag gefeiert, organisiert vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und dem DRK-Kreisverband Berlin-Nordost e.V. Die Veranstaltung zog zahlreiche Besucher an, die sich für die Arbeit der Blaulicht-Einsatzkräfte interessierten.
Vielfältige Akteure, darunter die Freiwillige Feuerwehr, die Berliner Polizei, das Technische Hilfswerk (THW), die Bundeswehr, das Gesundheitsamt Marzahn-Hellersdorf, die Alice-Salomon-Hochschule, das Unfallkrankenhaus Berlin und das Deutsche Rote Kreuz, präsentierten ihre Tätigkeiten und Ausrüstungen vor Ort.



Ein Highlight war die Vorstellung des neuen elektrischen Löschfahrzeugs (ELHF) durch die Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf. Die Feuerwehr Kaulsdorf informierte über die Einsatzmöglichkeiten von Lukas-Werkzeugen wie Spreizer und Rettungsschere, während Besuchern die Ausstattung eines Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugs erklärt wurde. Eine häufig gestellte Frage war, wieso die Feuerwehr auch nachts das Martinshorn benutzt. Die Antwort: Es ist gesetzlich vorgeschrieben, um Sonder- und Wegerechte in Anspruch zu nehmen. Besucher hatten außerdem die Möglichkeit, an einer Reanimations-Trainingspuppe ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse zu testen.





Die Freiwilligen Feuerwehren Mahlsdorf und Marzahn konnten aufgrund aktiver Einsatzdienste an der Veranstaltung leider nicht teilnehmen, ließen sich jedoch für den heutigen Tag entschuldigen. Sie bedanken sich bei den Besuchern und freuen sich darauf, beim nächsten Blaulicht-Tag dabei zu sein und ihre Arbeit zu präsentieren.

Seit zwei Jahren kooperieren die beteiligten Organisationen im Bezirk eng, um für Einsätze und Krisen gerüstet zu sein. Unter strahlendem Sonnenschein weckte die Veranstaltung großes Interesse rund um das Thema Bevölkerungsschutz. Besonders aufmerksamkeitsstark war die Vorführung des THW-Ortsverbands Marzahn zur Hochwasservorsorge. Eine Demonstration zur Dammabsicherung wurde kindgerecht als Möglichkeit zum Entenangeln gestaltet.



Obwohl der 1. Blaulicht-Tag in Marzahn-Hellersdorf auf große Resonanz stieß und viele Besucher anlockte, gab es auch Kritikpunkte im Hinblick auf die Werbung für die Veranstaltung. Einige Anwohner beklagten, dass sie erst sehr kurzfristig von dem Event erfahren hätten und mehr Zeit zur Planung eines Besuchs gewünscht hätten. Vorschläge für zukünftige Events beinhalteten eine intensivere Bewerbung um noch mehr Menschen zu erreichen. Trotz dieser Kritikpunkte wurde der Einsatz der Blaulicht-Organisationen und die Bedeutung des Themas von den Besuchern sehr positiv bewertet.
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

