In der Tangermünder Straße 11–13 in Hellersdorf hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land höchste Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet: Einsturzgefährdete Balkone zwingen Mieter seit Monaten zum vollständigen Verzicht auf deren Nutzung. Bereits im Mai hatte ein Schreiben der Verwaltung vor der „akuten Gefahr“ gewarnt – das Betreten ist strikt verboten. Wir berichteten im Mai bereits darüber.
Fotos dokumentieren den bedenklichen Zustand: Abplatzungen, gelöste Bauteile und teils deutlich nach außen gewölbte Konstruktionen. Der Bereich vor dem Gebäude wurde abgesperrt, selbst die Müllstandsfläche verlegt.





Seit Montag, 4. August, arbeitet die FSB Spezialbau- und Fassaden GmbH an der schrittweisen Demontage. Zunächst wurden auf allen Balkonen Kernbohrungen gesetzt, um die Bauteile an einem Kran sicher einhängen und abnehmen zu können. Unter Seiltechnik bewegen sich zwei Bauarbeiter vom Dach aus Balkon für Balkon, führen Stemm- und Flexarbeiten durch und sichern die Trittflächen mit Stützen, um unkontrolliertes Herabstürzen zu verhindern.





Die Abrissphase soll rund anderthalb Wochen dauern. Anschließend prüft ein Statiker, ob auch die Außenteile entfernt werden müssen. Selbst das Erdreich wird auf mögliche Schäden untersucht. Wegen enger Feuerwehrzufahrten arbeitet das Entsorgungsunternehmen mit einem Selbstlader, der im Brandfall sofort umsetzbar ist.
Nach Abschluss des Rückbaus beginnt die Sanierung – ebenfalls durch die FSB –, um den Mietern schnellstmöglich wieder sichere und nutzbare Balkone zu bieten. Bis dahin bleibt der Zugang gesperrt und die Sicherheitszone bestehen.
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku

