Berlin stellt die Weichen für eine dauerhaft verlässliche Unterstützung mobilitätseingeschränkter Fahrgäste: Seit dem 1. Januar 2026 übernimmt der neu konzipierte Barrierefreie Alternativ-Verkehr (VBB-BAV) die Aufgaben gemäß § 26 Absatz 7 des Berliner Mobilitätsgesetzes. Damit löst das Angebot den bisherigen BVG Muva ab, der noch bis zum 28. Februar 2026 in einer Übergangsphase parallel betrieben wird.
Kern des neuen Systems ist eine individuelle Beratung über das BAV-Kundencenter (Tel. 030 25 41 44 44). Dort erhalten Betroffene Hilfe bei Aufzugsausfällen oder Störungen und werden – je nach Art und Grad der Mobilitätseinschränkung – zu passenden Alternativrouten im ÖPNV beraten. Ist eine selbstständige Weiterfahrt nicht möglich, organisiert das Callcenter eine barrierefreie Taxifahrt.
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Koordiniert wird das Angebot vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, der dafür auf die Flotte des Berliner Taxigewerbes zurückgreift – aktuell mit mehr als 160 Inklusionstaxen. Die Neuorganisation weg von einer eigenen Fahrzeugflotte hin zur Einbindung vorhandener Kapazitäten zeigt bereits Wirkung: Die durchschnittliche Wartezeit liegt beim VBB-BAV bei rund zehn Minuten, beim bisherigen Muva-Dienst waren es etwa 22 Minuten. Gleichzeitig sorgt die größere Fahrzeugverfügbarkeit für schnellere Hilfe im Alltag.

Mobilitätssenatorin Ute Bonde betont: „Vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV ist keine Zusatzleistung, sondern Grundvoraussetzung für Teilhabe. Mit dem VBB-BAV stellen wir sicher, dass mobilitätseingeschränkte Menschen auch bei Störungen zuverlässig ihren Reiseweg fortsetzen können.“
Der 2022 gestartete Muva-Dienst war als Pilotprojekt angelegt, um einen ergänzenden Fahrservice zu testen. Die Auswertung zeigte jedoch: Die eigene Flotte verursachte hohe Fixkosten bei zugleich begrenzter Reichweite. Zudem wurde klar, dass sich ein dauerhaftes Angebot stärker auf jene Zielgruppe konzentrieren muss, die auf vollständige Barrierefreiheit angewiesen ist.

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt dankt der BVG sowie dem Projektpartner VIA Mobility DE GmbH für die Zusammenarbeit. Mit dem VBB-BAV setzt Berlin nun auf eine langfristig tragfähige Lösung – flankiert von weiterhin laufenden Maßnahmen zur schnelleren Reparatur von Aufzügen und Fahrtreppen. Parallel prüfen Senatsverwaltung und VBB fortlaufend, ob und in welchem Umfang das Angebot künftig weiter ausgebaut werden kann.
👉 Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.vbb.de/barrierefrei-unterwegs/bav/
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

