Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stellen zum 1. März das Angebot „Flexible Fahrt“ des BVG Muva ein. Dabei handelte es sich um einen bedarfsgesteuerten Kleinbus-Service, der ohne festen Fahrplan in Teilen der Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg unterwegs war. Fahrgäste konnten per App oder Telefon individuelle Fahrten buchen und sich bequem an ihr gewünschtes Ziel bringen lasseny teilen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf Anfrage mit.
Durchschnittlich 7 bis 10 Fahrzeuge im Einsatz
Im vergangenen Jahr setzten die BVG durchschnittlich 7 bis 10 Fahrzeuge für den Betrieb der Flexiblen Fahrt ein. Insgesamt nutzten im Jahr 2023 rund 49.300 Fahrgäste dieses Angebot, 2024 stieg die Zahl sogar auf rund 57.000 Personen an. Trotz dieser kontinuierlichen Nachfrage hat die BVG nun beschlossen, die „Flexible Fahrt“ einzustellen. Hintergrund dieser Entscheidung sind unter anderem veränderte Rahmenbedingungen bei der Finanzierung sowie die Ausrichtung des Angebots an den zukünftigen Bedarf.
Ergänzung zum klassischen ÖPNV
Mit der Flexiblen Fahrt wollte die BVG eine Lücke zwischen dem herkömmlichen Linienverkehr und individuellen Mobilitätsbedürfnissen schließen. Gerade in Bereichen, in denen Busse und Bahnen größere Taktlücken aufweisen oder Haltestellen weiter entfernt liegen, sollte Muva Fahrgäste schnell und unkompliziert an ihr Ziel bringen. Bestellt wurde entweder über eine spezielle App, in der die gewünschte Start- und Zieladresse angegeben werden konnte, oder per Telefon.
Aufzugersatz-Angebot bleibt erhalten
Obwohl die Flexible Fahrt nun eingestellt wird, müssen Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität nicht auf den Service des BVG Muva verzichten. Der sogenannte „Aufzugersatz“ bleibt weiterhin bestehen. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Personen, die auf barrierefreie Verkehrsmittel angewiesen sind und beispielsweise aufgrund eines ausgefallenen Fahrstuhlens keine einfache Verbindung nutzen können. Durch den Aufzugersatz lässt sich über die Muva-App oder telefonisch eine komplette Reiseplanung durchführen. Fahrgäste bekommen dann eine barrierefreie Alternativroute vorgeschlagen und bei Bedarf steht ein Kleinbus zur Verfügung, damit sie trotz eingeschränkter Erreichbarkeit von Bahnhöfen oder Haltestellen bequem ihr Ziel erreichen können.
Wichtig für barrierefreie Mobilität
Die BVG betont, dass man mit der Fortführung des Aufzugersatzes die Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr weiterhin bestmöglich sicherstellen wolle. Gerade für Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren oder Reisende mit viel Gepäck sei eine verlässliche Alternative unverzichtbar.
Mit der Einstellung der Flexiblen Fahrt endet zwar das kleine, aber für viele Fahrgäste flexible Zusatzangebot des BVG Muva – dennoch zeigt die Weiterführung des Aufzugersatzes, dass das Thema barrierefreie Mobilität in Berlin weiterhin eine hohe Priorität genießt.
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

