Die Chemnitzer Straße in Kaulsdorf steht im Fokus der Verkehrssicherheit. Eine aktuelle schriftliche Anfrage des Abgeordneten Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grünen) und die nun vorliegende Senatsantwort geben einen umfassenden Einblick in den Stand der Dinge. Dabei wird deutlich: Trotz tragischer Unfälle sieht der Senat derzeit keine akute Gefährdungslage – dennoch laufen mehrere Prüfverfahren für mögliche Verbesserungen.
Senat: „Keine besondere Gefährdung erkennbar“
Die Chemnitzer Straße verfügt laut Senatsverwaltung über je einen Fahrstreifen pro Richtung, einen geraden Verlauf sowie ein durchgängiges Haltverbot. Dadurch sei eine gute Sicht zwischen Verkehrsteilnehmern gewährleistet, so die Verwaltung. Vier Ampelanlagen und zwei Fußgängerüberwege bieten geregelte Querungsmöglichkeiten.
Der schwere Unfall einer Seniorin im November 2024 wurde von der Verkehrsunfallkommission untersucht. Ergebnis: Die bauliche Infrastruktur sei nicht ursächlich gewesen – eine andere Gestaltung hätte den Unfall vermutlich nicht verhindern können.
Keine neuen Querungshilfen in den letzten fünf Jahren
Aus der Senatsantwort geht hervor, dass in den vergangenen fünf Jahren keine neuen Überwege oder Mittelinseln in der Chemnitzer Straße geschaffen wurden.
Mehrere Wünsche aus Bevölkerung und Bezirk
Trotzdem gibt es zahlreiche Vorschläge:
- Heerstraße / Chemnitzer Straße:
Bürgerinnen und Bürger wünschen, den bestehenden Fußgängerüberweg durch eine Ampel zu ersetzen. Der Senat sieht jedoch weiterhin „ausreichende Sicherheit“. - Am Niederfeld / Chemnitzer Straße:
Im laufenden Bebauungsplan 10-86 wird geprüft, ob hier eine Ampel sinnvoll wäre. Ergebnisse liegen dem Senat noch nicht vor. - Mieltschiner Straße / Chemnitzer Straße:
Die AG „Förderung des Fußverkehrs“ untersucht aktuell, ob eine Querungshilfe notwendig ist. Verkehrszählungen laufen noch.
Das Bezirksamt weist darüber hinaus darauf hin, dass aus der Kaulsdorfer Ortsteilvertretung ein weiterer Wunsch nach einem Fußgängerüberweg eingebracht wurde – dokumentiert in der Drucksache 1645/IX.
Grundhafte Sanierung geplant – aber Zeitplan offen
Die Chemnitzer Straße zwischen Alt-Kaulsdorf und Mosbacher Straße ist bereits in die Investitionsplanung aufgenommen und soll umfassend erneuert werden. Im Zuge dieser großen Baumaßnahme könnte auch ein neuer Fußgängerüberweg eingerichtet werden.
Konkrete Termine nennt das Bezirksamt jedoch nicht: Zu viele Faktoren seien noch ungeklärt.
Während der Senat die aktuelle Verkehrssicherheit als ausreichend bewertet, wächst aus der Bevölkerung seit Jahren der Druck, vor allem für Kinder und ältere Menschen zusätzliche sichere Querungspunkte zu schaffen. Einige mögliche Standorte werden derzeit geprüft. Wann Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, bleibt jedoch offen – insbesondere, weil an vielen anderen Stellen in Berlin bereits beschlossene Querungshilfen auf ihre Realisierung warten.
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