Sirenen heulen, Blaulichter blinken, und Kinderaugen strahlen: Am Samstag, den 27. September 2025, verwandelte sich der Kienbergpark in Hellersdorf in eine große Bühne für Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste und Katastrophenschutz.
Unter dem Motto „Gemeinsam für Sicherheit“ kamen hunderte Besucherinnen und Besucher, um den Einsatzkräften einmal ganz nah zu sein – ohne Notfall, dafür mit viel Herzblut und Action.



Ein Samstag voller Blaulicht-Erlebnisse
Schon von weitem war der Platz an der Seilbahnstation an der Hellersdorfer Straße kaum zu verfehlen. Leuchtend rote Feuerwehrfahrzeuge, das markante Blau des Technischen Hilfswerks und Polizeiwagen, die sonst in ernsten Situationen im Einsatz sind, luden diesmal zum Staunen, Anfassen und Ausprobieren ein. Familien mit Kindern, Jugendliche, aber auch viele ältere Interessierte flanierten zwischen den Ständen – und fast jeder blieb irgendwann stehen, um selbst einmal Hand anzulegen.
Herzdruckmassage und Defibrillator-Einsatz unter Anleitung von Mitarbeitern des Unfallkrankenhauses Berlin

„Hier darf ich auch mal drücken, ohne Angst etwas falsch zu machen“, sagte ein Junge, während er konzentriert die Herzdruckmassage an einer Übungspuppe des Unfallkrankenhauses Berlin ausprobierte. Geschultes Personal erklärte dabei Schritt für Schritt, worauf es im Notfall ankommt: kräftige und gleichmäßige Bewegungen, ohne zu zögern.



Andere Kinder und Erwachsene nutzten ebenfalls die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung die lebensrettenden Handgriffe zu üben. Dabei wurde auch gezeigt, wie ein Defibrillator funktioniert und in welcher Situation er eingesetzt werden kann. Die Erklärung folgte Schritt für Schritt aus dem Gerät.
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Aus der praktischen Übung entstand so eine anschauliche Lektion in Erster Hilfe, die eindrücklich verdeutlichte, wie wichtig schnelle Reaktionen in den ersten Minuten eines Notfalls sind – und dass jeder einen Beitrag zur Lebensrettung leisten kann.
Freiwillige Feuerwehr – Mitmachen statt nur Zuschauen

Auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Kaulsdorf, Biesdorf und Hellersdorf packten tatkräftig mit an. Am Stand der Kaulsdorfer Wehr zeigte Wachleiter Christopher, wie vielfältig die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzalltag sind – vom Löschen über die technische Hilfeleistung bis hin zur Unterstützung bei Großschadenslagen. Besonders anschaulich wurde es, als Staffelführer Sebastian den hydraulischen Spreizer vorführte: Schritt für Schritt erklärte er, wie das schwere Gerät im Ernstfall eingesetzt wird, um eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen zu befreien – und worauf es bei der sicheren Handhabung ankommt. So wurde aus der Technik eine greifbare Erfahrung für die Besucherinnen und Besucher.

Gemeinsam mit einem Passanten öffnete Kamerad Frank symbolisch eine verklemmte Autotür – eine Situation, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann. „So viel Kraft steckt in dem Gerät – das beeindruckt mich schon“, sagte ein Besucher, der den Spreizer selbst einmal in den Händen hielt. 600 bar drücken auf dem Schlauch, so Frank.



Das Technische Hilfswerk ließ derweil die Schaufeln klirren: Wer wollte, konnte beim Sandschaufeln mit anpacken und lernen, wie im Katastrophenfall Sandsäcke gestapelt werden, um ganze Straßenzüge vor Hochwasser zu schützen.

Die Polizei Berlin präsentierte nicht nur ein Einsatzfahrzeug, sondern bot am Präventionsstand wichtige Informationen über Sicherheit im Alltag. Von Diebstahlschutz bis zum Verhalten im Straßenverkehr – viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Fragen direkt an die Beamtinnen und Beamten vom Abschnitt 33 zu stellen.
Landeskommando Bundeswehr vor Ort

Auch die Bundeswehr war vertreten: Am Stand des Landeskommandos Berlin konnten Interessierte mit Bezirksstadtrat und Oberstleutnant Stefan Bley ins Gespräch kommen. Dort wurde erklärt, wie die Bundeswehr im Katastrophenfall unterstützt – sei es bei Hochwasser, Schneemassen oder Großschadenslagen. „Unsere Aufgabe ist es, die zivilen Kräfte zu ergänzen, wenn die Lage es erfordert“, so Bley.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die zivile-militärische Zusammenarbeit in Berlin und besonders im Bezirk zu informieren.
Bezirksamt vor Ort: Begegnungen auf Augenhöhe

Neben den großen Organisationen wie DRK und Arbeiter-Samariter-Bund war auch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf vertreten. „Uns ist es wichtig, dass die Menschen sehen: Sicherheit ist Teamarbeit“, sagte eine Mitarbeiterin vom Bezirksamt. „Nur wenn alle an einem Strang ziehen – hauptamtlich wie ehrenamtlich – funktioniert das Zusammenspiel im Notfall.“

Besonders die jüngsten Gäste kamen auf ihre Kosten. Sie durften sich ins THW-Auto setzen, mit einem Feuerwehrschlauch spritzen oder sich das Gesicht bunt bemalen lassen, während Mama und Papa mit Helferinnen und Helfern ins Gespräch kamen.
Ein wichtiger Tag in Marzahn-Hellersdorf, der verbindet
Der Blaulichttag im Kienbergpark zeigte eindrucksvoll, was sonst oft im Verborgenen passiert: Das Engagement der Menschen, die bereitstehen, wenn andere in Not geraten. Für viele Besucher war es nicht nur ein informativer Tag, sondern auch ein emotionaler. „Ich habe größten Respekt vor diesen Frauen und Männern“, sagte eine ältere Dame, die das Geschehen vom Rand aus beobachtete. „Es ist gut zu wissen, dass sie im Ernstfall da sind – und heute auch einmal Zeit für uns haben.“



Der Kienbergpark wurde an diesem Samstag zum Symbol für Zusammenhalt: Sicherheit zum Anfassen, Vertrauen zum Mitnehmen – und eine Erinnerung daran, dass Helfen keine Selbstverständlichkeit ist, sondern von vielen Ehren- und Hauptamtlichen Tag für Tag gelebt wird. Der nächste Blaulichttag ist in einem Jahr, im September 2026, geplant.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️
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Auf der Suche nach neuen Mitgliedern: Wer Interesse daran hat, bei der Freiwilligen Feuerwehr Kaulsdorf mitzumachen, hat die Möglichkeit, am Übungsdienst teilzunehmen. Jeden Montag ab 19 Uhr findet dieser im Mädewalder Weg 21 statt und bietet eine gute Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr zu erhalten.
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Tel.: 030 387 6210
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