Kienbergpark

Eichen-Prozessionsspinner im Kienbergpark ⚠️ – Marzahn-Hellersdorf

Vorsicht ist geboten. Im Kienbergpark wurde der Eichen-Prozessionsspinner festgestellt. Ein Schmetterling, auch als Nachtfalter bekannt. Der Kontakt mit den Brennhaaren der Raupe kann zu einer allergischen Reaktion auf der Haut führen, diese enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein. Asthmatiker und Menschen mit einer chronischen Bronchitis sind gefährdet. Der Kontakt sollte grundsätzlich vermieden werden. Im Kienbergpark wurden die gesichteten und festgestellten Stellen mit einem Absperr-/ Warnband gekennzeichnet.

Eichen-Prozessionsspinner im
Kienbergpark – Marzahn-Hellersdorf

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinner befinden sich – wie der Name schon sagt – oftmals in den Bäumen der Eiche. In starken Befallsjahren ist nicht auszuschließen, dass sich auch in anderen Bäumen weitere Nester des Nachtfalters befinden. Die rund 200 Eier des Eichen-Prozessionsspinners sind ca 1 mm groß und befinden sich meist im Kronenbereich der Eiche an der Rinde oder an einzelnen Zweigen. Später, nach einigen Entwicklungsstadien gehen die rund 5 cm langen Raupen in einer Gruppenstärke von rund 30 Raupen im sogenannten “Gänsemarsch” auf Nahrungssuche. Hauptsächlich fressen die Raupen die Blätter der Bäume. Sie gelten als Schädlinge, da sie die Bäume schädigen können.

Die drei Bilder zeigen Absperrmaßnahmen im Kienbergpark

Die Nester des Eichen-Prozessionsspinners können bei Gefahr für die Umgebung durch Forstmitarbeiter oder die Feuerwehr entfernt werden. In der Regel wird der Gefahrenbereich nur kennbar markiert und mit einer Hinweistafel versehen. Die Nester der Raupen können bis zu einer Länge von einem Meter groß werden. Müssen die Nester entfernt werden, kann das durch den chemischen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus der Luft geschehen oder “abflammen” der Nester. Der Einsatz aus der Luft ist umstritten, da auch brütende Vögel und andere Schmetterlinge mit betroffen wären. Die Feinde der Raupen sind Schmarotzerfliegen, Schlupfwespen, Kuckuck und die Vogelart “Pirol”.

Schützen kann man sich vor den Brennhaaren, indem zbs. lange Bekleidung getragen wird, insbesondere die Arme, Beine, Nacken und Hals bedeckt halten. Besser ist es, die Gebiete zu meiden. Nach einem möglichen Kontakt mit den Raupen hilft es eine Dusche zu nehmen, dabei die Haare gründlich waschen und die Bekleidung sofort in der Waschmaschine waschen.

Der Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen des Eichen-Prozessionsspinners kann zu einer allergischen Hautreaktion führen, möglich ist auftretendes brennen und jucken, Fieber oder Asthmabeschwerden. Die auftretende Raupendermatitis kann u.a. mit einer Kortisonsalbe therapiert werden. Besonders gefährdet sind Katzen und Hunde, da diese die Raupen “jagen” oder “beschnüffeln”. Dabei besteht die Gefahr einer Entzündung der Nasen- und Maulschleimhaut sowie der Zunge. Unbehandelt halten die Hautreaktionen rund 14 Tage an. Gefährlich sind die Brennhaare für Menschen mit chronischer Bronchitis oder Asthma, da diese durch Einatmen der Brennhaare Symptome hervorrufen können. Selten endet das stationär im Krankenhaus.

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