Brandherd, Obdach, Angstraum – die Ruine am Cecilienplatz in Kaulsdorf-Nord hatte viele Gesichter. Jetzt ist damit Schluss: Am Mittwochvormittag trafen sich Polizei, Eigentümer und weitere Beteiligte zu einem abschließenden Vor-Ort-Termin, um die Sicherung der Gebäude offiziell bei einer gemeinsamen Begehung der Gebäude zu besiegeln.
Betonplatten gegen Brandstifter und Einbrecher
Der Zugang für die Begehung erfolgte über Hausnummer 12 – genau dort, wo einst an der Ecke der „Freund Imbiss“ war – ein ehemals beliebter Ort bei Nachbarn am Cecilienplatz. Von hier aus begingen die Beteiligten das weitläufige Gebäude. Bereits Mitte Januar hatte man sich auf diesen Termin verständigt, wir berichteten darüber. Damals begannen die Arbeiten zur Absicherung mit massiven Stahlplatten. Inzwischen ist der gesamte Komplex vollständig versiegelt – kein Zutritt mehr für Obdachlose auf der Suche nach Schlafplätzen, Lagerfeuer oder illegale Partys von pubertierenden Jugendlichen. Die Feuerwehr war in der Vergangenheit dutzende Male im Einsatz.






Letzter Zugang versiegelt
Mit dem Rundgang am Mittwoch wurde der letzte offene Zugang verschlossen. Damit ist die Ruine nun erstmals seit Jahren offiziell vollständig gesichert. Ob das auch so bleibt, wird sich zeigen.
Anwohner bleiben skeptisch
Zwar ist das Signal an die Nachbarschaft unmissverständlich: Die Ruine ist dicht. Doch viele Anwohnerinnen und Anwohner glauben nicht daran, dass damit das Kapitel abgeschlossen ist. Zu oft wurde ein Abriss angekündigt, zu selten folgten Taten. Der Unmut ist spürbar – denn obwohl jetzt niemand mehr hinein kann, bleibt der verfallene Komplex ein Ärgernis im Zentrum von Kaulsdorf-Nord.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

