Ein großer Erfolg für die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Berlin-Brandenburg (GEG): Am 9. Juli 2024 gelang es der Polizei, vier Männer unmittelbar nach einem Einbruch in ein Feuerwehrgerätehaus in Berlin-Müggelheim festzunehmen. Zwei der Festgenommenen sind Hauptbeschuldigte in einem umfangreichen Ermittlungsverfahren wegen schweren Bandendiebstahls, das von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) geleitet wird.
Bei den Durchsuchungen der Wohnungen und Fahrzeuge der Beschuldigten konnten wichtige Beweismittel sichergestellt werden, darunter zwei Spreizgeräte und weiteres Rettungsgerät, das eindeutig weiteren Einbrüchen in Feuerwehrgerätehäuser zugeordnet werden konnte. Gegen zwei der Männer, 20 und 21 Jahre alt, wurde bereits am 13. Juli 2024 Untersuchungshaft angeordnet. Sie befinden sich nun in Justizvollzugsanstalten, während die anderen beiden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen wurden.

Die Ermittlungen, die seit Januar 2024 intensiviert wurden, offenbarten das Motiv der Tätergruppe: Sie spezialisierten sich auf den Diebstahl von akkubetriebenen Rettungswerkzeugen aus Feuerwehrgerätehäusern, um diese bei überregionalen Einbrüchen, insbesondere in Tankstellen, einzusetzen. Dort wurden sie verwendet, um Tresore aufzubrechen und Bargeld zu erbeuten. Allein im Juni 2024 sollen sie so bis zu 150.000 € gestohlen haben.
Der Brandenburger Polizeipräsident, Oliver Stepien, teilt dazu mit: „Mit den Festnahmen ist der Polizei in Berlin und Brandenburg ein gemeinsamer Schlag gegen die schwere Bandenkriminalität gelungen. Die Einbrüche bei den Feuerwehren schwächen die Retterinnen und Retter in ihrer Einsatzfähigkeit und gefährden dadurch auch Menschenleben. Besonders schockierend ist der Fall, bei dem die nun Festgenommenen die Feuerwehr sogar während eines laufenden Einsatzes bestohlen haben sollen. Die gestohlenen Werkzeuge dienten offenbar auch dazu, noch schwerere Straftaten zu begehen. Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten im Rahmen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe haben wir einmal mehr unter Beweis gestellt, dass erfolgreiche Polizeiarbeit nicht an Landesgrenzen endet.“
Die Polizei ordnet der Bande mindestens sechs Einbrüche in Feuerwehrgerätehäuser sowie zwei weitere Einbrüche in Tankstellen zu. Die Tatorte erstrecken sich über mehrere Bundesländer, darunter Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen. Die Ermittlungen der GEG unter der Leitung der Schwerpunktabteilung für organisierte Kriminalität dauern weiterhin an, um das gesamte Ausmaß der kriminellen Aktivitäten zu erfassen und weitere Beteiligte zu identifizieren.
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