Ein vermeintlicher Wohnungsbrand führte am Montagabend in Berlin-Hellersdorf zu einem überraschenden Fund: Die Feuerwehr stieß bei einem Routineeinsatz auf eine illegale Cannabisplantage. Die Polizei kam anschließend zur Ernte.
Gegen 18:30 Uhr alarmierten aufmerksame Nachbarn die Feuerwehr, nachdem ein Rauchwarnmelder in einem Mehrfamilienhaus in der Stollberger Straße ausgelöst worden war. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwache Hellersdorf sowie Polizisten des Abschnitts 33 waren schnell vor Ort.

In einer Wohnung im fünften Stock entdeckten die Brandbekämpfer die Ursache: starker Rauch aus einem Kochtopf auf dem eingeschalteten Herd. Augenscheinlich hatte der Wohnungsmieter oder die Wohnungsmieterin“verpeilt“ den Herd auszustellen. Um die Räume zu lüften, öffneten die Brandbekämpfer alle Türen der Wohnung – und stießen dabei auf eine laienhaft installierte Cannabisplantage.



Rund 50 Marihuana-Pflanzen sowie umfangreiches Equipment für den Anbau, darunter Speziallampen, Lüftungsschläuche und Bewässerungssysteme, wurden sichergestellt. Die Polizei übernahm den Einsatz und leitete die Ermittlungen ein. Laut Gesetz sind maximal drei Pflanzen für den Eigenbedarf erlaubt – der Wohnungsinhaber hat also mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.



Die Spurensicherung war bis etwa 21:30 Uhr vor Ort. Ein Schlüsseldienst setzte anschließend ein neues Zylinderschloss in die Wohnungstür ein. Den neuen Schlüssel kann der Cannabisanbauer oder die Cannabisanbauerin bei der Polizei abholen.
Hinweise auf illegale Cannabisplantagen können rund um die Uhr über die Internetwache der Berliner Polizei unter https://www.internetwache-polizei-berlin.de/ gemeldet werden. Alternativ steht werktags von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 18:00 Uhr auch die Telefonnummer der Polizei unter (030) 4664-4664 für Hinweise zur Verfügung.
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku

