Eine rasante Verfolgungsjagd endete am späten Mittwochabend mit einer Festnahme in Hellersdorf: Gegen 23:50 Uhr wollten Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 33 einen Mercedes in der Ludwigsfelder Straße kontrollieren. Doch anstatt anzuhalten, gab der Fahrer Gas – und raste mit hoher Geschwindigkeit durch das Wohngebiet.
Dabei kam es zu einem Unfall: Der 23-jährige Mann, der laut Polizei nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, rammte zwei geparkte Fahrzeuge, bevor sein Wagen – bereits mit einem beschädigten Reifen auf der Felge unterwegs – mutmaßlich wegen eines Lichtmaschinenschadens liegen blieb.
Der Fahrer versuchte noch zu fliehen und versteckte sich in einem nahegelegenen Gebüsch. Doch die Einsatzkräfte konnten den polizeibekannten Mann dort wenig später aufspüren und festnehmen. Der Fahrzeugschlüssel lag direkt neben ihm.








Bei der Durchsuchung des Mercedes fanden die Beamten mehrere Reagenzgläser mit mutmaßlichem Kokain unter dem Fahrersitz sowie rund 240 Euro Bargeld – mutmaßlich Einnahmen aus Drogenverkäufen. Laut ersten Erkenntnissen könnte der Mann das Rauschgift auf einem nahegelegenen Supermarktparkplatz in der Alten Hellersdorfer Straße verkauft haben.

Der Vorfall wirft auch ein Schlaglicht auf die Vorgeschichte des Fahrzeugs: Der Mercedes war bereits am 16. Juli 2025 im Marzahner Adersleber Weg im Zusammenhang mit Drogendelikten sichergestellt worden – offenbar vergeblich.

Die Polizei sicherte das Fahrzeug erneut und durchsuchte auch das umliegende Gelände nach weiteren Drogen. Die weiteren Ermittlungen führt ein Fachkommissariat der Berliner Polizei.
Am Donnerstag teilte die Pressestelle der Berliner Polizei mit, dass der 23-Jährige nach einer Identitätsfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku

