Am vergangenen Sonntag setzten erneut engagierte Freiwillige der Initiative Clean up MaHe in Hellersdorf ein starkes Zeichen für Umweltschutz und Gemeinsinn. Zwölf tatkräftige Menschen sammelten unzählige Müllreste rund um die Shell-Tankstelle und in der Hönower Weiherkette ein – und förderten dabei wahre Fundstücke zutage, das berichtet Clean up MaHe auf ihrer Webseite.
Was zuerst unsichtbar schien, wuchs zu einem beachtlichen Müllberg heran
Auf den ersten Blick war der viele Unrat kaum zu erkennen. Doch das gemeinsame Aufsammeln brachte Erstaunliches zum Vorschein: Rund 500 Kilogramm Bausonderabfälle, zahlreiche Verpackungen, ca. 30 Windeln, über 15 Gaskartuschen, ein Kinderwagen, eine Geldkarte, ein Glastisch, ein niedlicher grüner Teddy und sogar Weihnachtsbäume aus mutmaßlich vergangenen Vorvorjahren stapelten sich am Ende auf dem großen Haufen. Hinzu kamen leere Telefonleitungen (vermutlich von Wertstoffdieben), mehrere Autoreifen, Elektronik-Zubehör, Kabel, E-Roller, Teppiche, Werbeplakate vom Zirkus und anderen Veranstaltungen sowie eine Vielzahl an Glasflaschen, Decken, Spritzen, Feuerzeugen, Einkaufswagen und vielem mehr.





Hilfe der Polizei und eine ungewöhnliche Wiederverwertung
Für besondere Aufregung sorgten ein defekter Motorroller und zahlreiche Kfz-Kennzeichen. Natürlich wurde umgehend die Polizei eingeschaltet. Die Beamtin lobte die Initiative und klärte nach sorgfältiger Prüfung auf: Da alle Kennzeichen bereits 2022 abgelaufen waren, durften sie gleich mitentsorgt werden. Auch der nicht angemeldete Roller war weder gestohlen noch registriert, durfte also ebenfalls fachgerecht entsorgt werden.
Umso erfreulicher war es, dass ein Anwohner zufällig genau dieses Roller-Modell besitzt: Er nutzte die Gelegenheit und nahm das Gefährt dankend mit, um daraus Ersatzteile für sein eigenes Gefährt zu gewinnen – ein perfekter Fall von Upcycling und Nachbarschaftshilfe.

„Glücksmomente schenken und das Leben kostbar machen“
Am Ende standen die zwölf Freiwilligen vor einem Berg gesammelten Abfalls und konnten selbst kaum fassen, was sie in wenigen Stunden bewegt hatten. Stolz und Dankbarkeit machten sich breit – ein wunderbares Gefühl, der Natur etwas zurückgegeben zu haben. Ganz im Sinne des Zitats von Margit Strott-Heinrich: „…die Glücksmomente schenken und das Leben kostbar machen.“









Weiter geht’s – Mach mit!
Wer sich beim nächsten Mal beteiligen möchte: Das nächste Clean up findet am Sonntag, den 9. Februar, um 13.30 Uhr statt. Treffpunkt ist die Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz.
Termine werden regelmäßig im Veranstaltungskalender aktualisiert.
Fotos: © Clean up MaHe

