13. November 2024

Grundsteinlegung für neue Integrierte Sekundarschule in Biesdorf mit 600 Schulplätzen

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf wächst und mit ihm der Bedarf an Schulplätzen. Als Antwort darauf entsteht im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive eine neue Integrierte Sekundarschule (ISS) an der Garzauer Straße 30 im Cecilienviertel, einem Wohngebiet, das in den 1980er Jahren als Großwohnsiedlung errichtet wurde. Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH realisiert den Bau, der Platz für 600 Schülerinnen und Schüler bieten wird. Zur Anlage gehören neben dem Schulgebäude auch eine Dreifeld-Sporthalle und ein Jugendmehrzweckraum. Besonderes Augenmerk liegt auf dem innovativen Berliner Lern- und Teamhauskonzept, auch bekannt als Compartmentprinzip.

Heute fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Vor Ort waren neben Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, auch Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung, und Stefan Bley, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur und Facility Management. Die Architektur des Projekts stammt von Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB, während die Bauausführung in den Händen der BATEG GmbH Berlin liegt. Der Fertigstellungstermin für das Bauprojekt ist auf Juni 2026 angesetzt.

Effizient und schneller als geplant

Das 15.000 Quadratmeter große Grundstück war früher Standort einer Grund- und einer Oberschule, die jedoch nach dem Rückgang der Schülerzahlen in den frühen 2000er Jahren nicht mehr benötigt wurden und abgerissen wurden. Nun wird das Gelände reaktiviert, um dem wachsenden Schulbedarf in Marzahn-Hellersdorf gerecht zu werden. Die auf dem Gelände befindlichen Sporthallen bleiben erhalten und stehen auch weiterhin für den Vereinssport zur Verfügung. Schon im November 2023 starteten die bauvorbereitenden Maßnahmen, und im Juni 2024 begann der Hochbau. Die Arbeiten verlaufen zügig; zur Grundsteinlegung steht das Erdgeschoss des Neubaus bereits.

Eine Schule, die Gemeinschaft und Individualität vereint

Das Konzept der neuen ISS orientiert sich am Berliner Lern- und Teamhausmodell, das auf eine Balance zwischen gemeinschaftlichen und individuellen Lernbereichen setzt. Das Gebäude wird über einen zentralen Vorplatz im Norden betreten, der durch das vorragende Obergeschoss einen überdachten Eingangsbereich schafft. Von dort führt ein Windfang direkt in die Aula, die als kommunikative Mitte und Herzstück der Schule konzipiert ist. Hier befindet sich auch der große Mehrzweckbereich, der über eine Terrasse mit den Pausenflächen verbunden ist.

Im Erdgeschoss finden sich Fachräume für Wirtschaft, Arbeit und Technik, ein Musikraum sowie die Bibliothek. Die oberen Stockwerke beherbergen die Unterrichtsräume, die in sechs Compartments organisiert sind. Jedes dieser Compartments bildet eine Lerngruppe, in der Unterrichtsräume und Teambereiche für Lehrkräfte um ein zentrales Forum angeordnet sind, das als gemeinschaftliche Lern- und Aufenthaltsfläche dient. Dieses modulare Raumkonzept bietet beste Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb und eine offene Lernkultur. Großzügige Lichthöfe sorgen für eine natürliche Belichtung und ein angenehmes Raumklima.

Ein Campus für Sport, Freizeit und nachhaltiges Lernen

Neben der Schule wird eine funktionale Dreifeld-Sporthalle errichtet, die nicht nur für den Schulsport genutzt wird, sondern auch separate Zugänge für den Vereins- und Mehrzweckraum bietet. Die Sporthalle umfasst eine Tribüne und Umkleiden und ist für die Nutzung durch externe Sportvereine ausgelegt.

Besonders hervorzuheben ist die sorgfältige Gestaltung der Außenanlagen. Neben Pausenflächen und Sportanlagen werden auch Erholungsbereiche sowie Unterrichtsmöglichkeiten im Freien geschaffen. Der geplante Schulgarten soll als „urban gardening“-Fläche genutzt werden und steht auch der umliegenden Nachbarschaft offen. Dadurch wird nicht nur der Bildungsansatz der Schule in Richtung Umweltbewusstsein erweitert, sondern auch eine Verbindung zur lokalen Gemeinschaft geschaffen.

Nachhaltigkeit und Klimaanpassung als Leitbild

Die Bauplanung legt großen Wert auf nachhaltige und ökologische Maßnahmen. Ein integriertes Regenwassermanagement soll das Regenwasser effektiv nutzen, und die Bepflanzung mit hitzebeständigen Bäumen hilft, das Gelände an klimatische Veränderungen anzupassen. Solche Maßnahmen tragen zur ökologischen Gestaltung des Schulcampus bei und setzen ein Zeichen für umweltbewusstes Bauen und nachhaltige Bildungseinrichtungen.

Katharina Günther-Wünsch , Senatorin für Bildung Jugend und Familie: „Mit dem heutigen Grundstein legen wir einen weiteren wichtigen Baustein für die Berliner Schulbauoffensive. In Marzahn-Hellersdorf entsteht im Cecilienviertel eine moderne, sechszügige Sekundarschule mit 600 Schulplätzen, die pünktlich zum Schuljahr 2026/2027 eröffnet wird. Der Neubau wird nach zeitgemäßen pädagogischen und inklusiven Standards errichtet: Helle, flexible Lernräume, barrierefreie Zugänge sowie eine Dreifeld- Sporthalle und Außenanlagen für Sport und Freizeit bieten optimale Bedingungen für Ganztagsbetreuung und modernes Lernen. Gemeinsam mit der HOWOGE schaffen wir an diesem Standort die dringend benötigten Kapazitäten für ein wachsendes Berlin.“

Dr. Torsten Kühne , Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung: „Der Schulbau gerade in einem stark wachsenden Bezirk wie Marzahn-Hellersdorf hat für uns oberste Priorität, denn die Anzahl der Schülerinnen und Schüler steigt an. Erst kürzlich haben wir hier den 100. Modularen Ergänzungsbau Berlins feierlich übergeben, an die Schulgemeinschaft der Grundschule an der Mühle. Und die nächsten Bauprojekte sind im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive mitten in der Umsetzung, darunter auch ein Neubau für ein Gymnasium an der Erich-Kästner-Straße, der von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE als verlässliche Partnerin, errichtet wird. Das zeigt: Gemeinsam kann Berlin Schulbau, qualitativ hochwertig, schnell und zeitgemäß.“

Stefan Bley , Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur und Facility Management: „Wo früher schon einmal eine Schule stand, wird nun wieder eine neue Schule errichtet. Diese neue Integrierte Sekundarschule, als Teil der Berliner Schulbauoffensive, bedeutet eine wesentliche Stärkung des Schulstandortes Marzahn-Hellersdorf im Oberschulbereich. Sie wird ein Ort sein, an dem Schülerinnen und Schüler nicht nur Wissen erwerben, sondern auch persönliche und soziale Kompetenzen für ihr gesamtes Leben entwickeln können.“

Dominic Kern , Projektleiter Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB: „Aus unserer Sicht ist ein Bauwerk dann besonders gelungen, wenn es nicht nur nach den üblichen messbaren Kriterien überzeugt, sondern vor allem von den Nutzern angenommen und über lange Zeit gerne genutzt wird. Daher hoffen wir, mit unserer Planung die Voraussetzungen hierfür geschaffen zu haben. Wir bedanken uns herzlich für das Vertrauen des Bauherrn und die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligter und wünschen dem Projekt weiterhin viel Erfolg.“

Nevzat Köstek , Geschäftsführer BATEG GmbH: „Ich freue mich über die zweite Grundsteinlegung in diesem Jahr mit der HOWOGE. Die BATEG GmbH ist ein Berliner Mittelstandsunternehmen, welches seit 30 Jahren als verlässlicher Baupartner für Auftraggeber der öffentlichen Hand agiert. Hierzu zählen der Senat von Berlin, Bundesbaubehörden, Bezirksämter, Krankenhausgesellschaften sowie kommunale Wohnungsbaugesellschaften, wie zum Beispiel die HOWOGE. Ich möchte mich recht herzlich bei unserem Auftraggeber, der HOWOGE, bedanken, dass Sie uns das Vertrauen geschenkt haben, dieses Projekt gemeinsam zu planen und zu realisieren. Wir sind stolz, ein Teil der Schulbauoffensive in Berlin zu sein. Vielen Dank an meine Kollegen, dem Baustellenteam, für die anspruchsvolle Leistung sowie auch an die mitwirkenden Partner, wie Planer und ausführenden Firmen.“

Ulrich Schiller , Geschäftsführer der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH: „Die HOWOGE hat aktuell sieben Schulen mit knapp 5.600 Schulplätzen im Bau, rund 1.600 Schulplätze haben wir in diesem Jahr bereits fertiggestellt. Als einziges kommunales Wohnungsunternehmen in Berlin, das solche Projekte umsetzen darf, investieren wir damit nicht nur in bezahlbaren Wohnraum, sondern auch in soziale Infrastruktur – ein entscheidender Beitrag für die wachsende Stadt. Dabei liegen unsere Projekte nicht nur im Zeitplan, sondern sind an mehreren Standorten auch schneller als geplant in der Umsetzung.“

Jens Wadle , Leiter Schulbau und Prokurist der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH: „Wir stehen heute, zur Grundsteinlegung, bereits im Rohbau des Erdgeschosses. Dank des Partnering-Modells, bei dem Architekten und Bauunternehmen von Beginn an zusammenarbeiten, liefen Planung und Bau bislang reibungslos. Wir bauen schon jetzt schneller als geplant. Ein gutes Zeichen für den weiteren Bauverlauf!“

Fotos: © Benjamin Pritzkuleit

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