In Hellersdorf kam es am heutigen Montag gegen 13:10 Uhr zu einem folgenschweren Hundebissvorfall.
Ein Boxer-Labrador-Mischling griff in der Zerbster Straße einen kleineren Dackel an und fügte ihm schwere Verletzungen im Halsbereich zu. Der Vorfall ereignete sich unmittelbar, nachdem sich ein Hoftor öffnete und der größere Hund, der sich laut Halterin in Pflege befand, plötzlich auf den angeleinten Dackel zustürmte.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der angreifende Hund zwar angeleint, konnte sich jedoch offenbar vom Karabinerhaken lösen und entlief unkontrolliert. Der Angriff erfolgte ohne Vorwarnung – das Opfer, ein Dackel, erlitt eine tiefgehende Bissverletzung am Hals, bei der auch Haut abgezogen wurde.
Zwei Personen – die Halterin des angreifenden Hundes und ihr Sohn – versuchten, die Tiere zu trennen. Beide verletzten sich dabei leicht an den Händen, benötigten aber keine medizinische Versorgung.
Die Polizei, die mit mehreren Einsatzkräften vor Ort war, entschied sich aufgrund der Schwere der Verletzungen für eine schnelle Tiertransportmaßnahme: Gemeinsam mit der Dackelhalterin wurde das Tier unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten in eine Tierklinik nach Marzahn gebracht.

Die Polizei dokumentierte den Vorfall in einem Tätigkeitsbericht und leitete diesen an das zuständige Veterinäramt weiter. Die Behörde wird nun prüfen, ob vom angreifenden Hund eine Gefahr ausgeht und ob weitere Maßnahmen wie etwa Auflagen für die Haltung oder eine Wesensprüfung erforderlich sind. Die genauen Umstände des Vorfalls sowie mögliche Konsequenzen für die Halter werden nun geprüft.
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku

