Seit mehr als zwei Jahren ziehen sich die Bauarbeiten an der Mehrower Allee in Marzahn hin und belasten das tägliche Leben der Anwohner erheblich. Zum Baufortschritt erreichte uns eine Anfrage. Ein Anwohner wollte wissen, wann endlich mit dem Ende der Baumaßnahmen zu rechnen sei. Die Berliner Wasserbetriebe haben erfreuliche Nachrichten mitgeteilt.
Stephan Natz, der Pressesprecher der Berliner Wasserbetriebe, gab nun umfassende Auskunft. Die Berliner Wasserbetriebe erneuern an der Mehrower Allee einen großen Schmutzwasserkanal mit einem Durchmesser von 80 cm. Besonders ist, dass die neue Trasse des Kanals weiter entfernt von den Straßenbahngleisen der BVG verläuft. Dadurch soll sichergestellt werden, dass im Falle eines Schadens die Auswirkungen auf den Tramverkehr minimal bleiben.





Bereits seit Mitte 2022 wird diese Maßnahme im sogenannten Vortriebsverfahren umgesetzt. Bei diesem Verfahren wird alle 50 bis 80 Meter eine Grube gegraben, von der aus eine Maschine schrittweise den Boden durchbohrt und Betonrohre verlegt. Diese Methode reduziert die Notwendigkeit eines durchgehenden offenen Baugrabens. Die Arbeiten erstrecken sich über eine Strecke von etwa einem Kilometer.
„Wir sind in den letzten Zügen und rechnen damit, die Hauptarbeiten in etwa drei Wochen abzuschließen“, erklärte Natz. Anschließend folgt ein letzter Abschnitt auf der gegenüberliegenden Seite der Mehrower Allee an der Lea-Grundig-Straße, wo ein neuer Schacht errichtet wird. Dieser letzte Bauabschnitt soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Danach werden die Bauarbeiten in diesem Bereich endgültig beendet.



Das Bauprojekt, das für die Anwohner mit erheblichen Einschränkungen verbunden war, ist Teil einer größeren Modernisierung des Abwassersystems in Marzahn. Die Arbeiten sollen die Infrastruktur zukunftssicher machen und Ausfällen vorzubeugen.
Obwohl die Bauarbeiten länger als erwartet gedauert haben, können die Anwohner von einem deutlich verbesserten Abwassersystem profitieren. Nach Abschluss der Maßnahmen wird das System nicht nur stabiler, sondern auch sicherer sein.
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

