Am kommenden Sonntag, den 7. September 2025, erinnern Angehörige, Nachbarn und Verkehrssicherheitsinitiativen an zwei tödlich verunglückte Fußgängerinnen in Berlin. Unter dem Motto Vision Zero – dem Ziel einer Stadt ohne Verkehrstote und Schwerverletzte – werden an den Unfallstellen Mahnwachen mit mahnenden Figuren abgehalten.
Die erste Mahnwache findet um 15:00 Uhr in Weißensee an der Berliner Allee / Ecke Mahlerstraße statt. Dort war im Juli eine 85-jährige Frau beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden.
Die zweite Mahnwache folgt um 16:30 Uhr in Biesdorf an der Köpenicker Straße / Ecke Dankratstraße. Hier kam wenige Wochen später eine 89-jährige Fußgängerin bei einem ähnlichen Unfall ums Leben.
Die Organisatorinnen und Organisatoren – unter anderem der VCD Nordost – fordern mit den Aktionen eine konsequent sichere Verkehrsplanung. Sie verweisen darauf, dass ältere Menschen besonders häufig Opfer schwerer Unfälle im Straßenverkehr sind. Eine stadtweite Umsetzung der Vision Zero-Strategie sei deshalb überfällig: Mehr sichere Querungsmöglichkeiten, längere Grünphasen an Ampeln, Tempo 30 in Wohngebieten und bessere Sichtbeziehungen an Kreuzungen gehören zu den zentralen Forderungen.
„Jeder Unfalltod ist einer zu viel. Wir brauchen eine Verkehrspolitik, die Leben schützt statt Tempo macht“, heißt es in der Ankündigung.
Mit den Mahnwachen wollen die Beteiligten nicht nur an die verstorbenen Frauen erinnern, sondern auch ein sichtbares Zeichen setzen: Straßen sollen für alle da sein – vor allem für die Schwächsten im Verkehr.
Informationen: VCD Nordost
Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

