1. Februar 2022

Gleisbett-Challenge: Im Vollrausch ins Gleisbett der Straßenbahn gefahren

Am Montagabend wurden die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr – kaum einen Tag nach einem schweren Verkehrsunfall unter dem Einfluss von Alkohol – zu einem Verkehrsunfall im Zentrum Helle Mitte alarmiert – der Straßenbahnverkehr war unterbrochen, aber keine Verletzten, wie die Polizei Berlin auf Nachfrage mitteilt.

Zu einem „Pkw im Gleisbett der Straßenbahn“ wurden die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr und Polizei Berlin am Montagabend, gegen 20.40 Uhr alarmiert. Zeugen beobachteten, dass ein VW T5 mit einem Mann am Steuer aus der Janusz-Korczak-Straße in die Stendaler Straße abbog, der dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat und sein Fahrzeug dann in das Gleisbett der Straßenbahn gelenkt hat. Im Gleisbett war die Fahrt noch nicht zu Ende, wie die Zeugen der Polizei später berichten. Der 42-jährige Fahrer des Transporters fuhr – wie in der „Berliner Gleisbett-Challenge“ üblich, mit seinem Fahrzeug so lange weiter, bis nicht mehr weiter konnte und im Gleisbett stecken blieb. Die eintreffenden Einsatzkräfte der Polizei bemerkten bei dem Fahrzeugführer Alkoholgeruch und machten vor Ort einen Atemalkoholtest, der später durch eine Blutabnahme bestätigt wurde – 2,5 Promille!

Fotos: © Dominik Totaro

Die Berliner Verkehrsbetriebe rückten mit ihrem universal einsetzbaren Spezialfahrzeug für solche Fälle an, einen Unimog. Dieser zog das Fahrzeug aus dem Gleisbett. Für die Zeit des Einsatzes war der Straßenbahnverkehr unterbrochen.

Der 42-jährige Mann mutmaßliche Gewohnheitstrinker musste für die Blutentnahme mit auf die Wache, wo sein Führerschein beschlagnahmt wurde. Anschließend wurde er wieder entlassen.

https://marzahn-hellersdorf.com/2022/01/31/alkoholisierter-mercedes-fahrer-mit-frau-und-baby-an-bord-rammt-kleinwagen-altentreptower-strasse/

Wissenswertes zum Thema Alkohol hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlicht:

PROMILLE

0,1 bis 1,0 Promille: gehobene Stimmung, Wohlbefinden

ab 0,3 Promille

  • leichte Verminderung der Sehleistung
  • Nachlassen von Aufmerksamkeit, Konzentration, Kritik-/Urteilsfähigkeit, Reaktionsvermögen
  • Anstieg der Risikobereitschaft

ab 0,8 Promille

  • ausgeprägte Konzentrationsschwäche
  • Einschränkung des Gesichtsfeld um 25 % (Tunnelblick) und verminderte Sehfähigkeit
  • Reaktionszeit um 30-50 % verlängert
  • Euphorie, zunehmende Enthemmung, Selbstüberschätzung
  • Gleichgewichtsstörungen

1,0 bis 2,0 Promille: Rauschstadium

  • weitere Verschlechterung der Sehfähigkeit, des räumlichen Sehens
  • gesteigerte Enthemmung und Verlust der Kritikfähigkeit
  • Reaktionsfähigkeit erheblich gestört
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Verwirrtheit, Sprechstörungen
  • Orientierungsstörungen

2,0 bis 3,0 Promille: Betäubungsstadium

  • starke Gleichgewichts- und Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnis- und Bewusstseinsstörungen
  • kaum noch Reaktionsvermögen, Muskelerschlaffung
  • Verwirrtheit
  • Erbrechen

3,0 bis 5,0 Promille: Lähmungsstadium

ab 3,0 Promille:

  • Bewusstlosigkeit
  • Gedächtnisverlust
  • schwache Atmung
  • Unterkühlung
  • Reflexlosigkeit

ab 4,0 Promille:

  • Lähmungen
  • Koma mit Reflexlosigkeit
  • unkontrollierte Ausscheidungen
  • Atemstillstand und Tod

Quelle: www.kenn-dein-limit.de

Den traurigen Rekord stellte im Jahr 2004 ein 45 Jahre alter Pole auf. Bei dem Mann soll laut einer polnischen Nachrichtenagentur ein Wert von 12,3 Promille gemessen worden sein. Der 45-Jährige überlebte.

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