Ein Anfang ist gemacht! In Marzahn-Hellersdorf hat ein neues Präventionsprojekt namens „HilfeInsel“ seine Türen geöffnet. Dieses innovative Vorhaben richtet sich vorwiegend an Frauen und Kinder, bietet jedoch auch Unterstützung für alle Nachbarn in Notlagen oder schwierigen Situationen. Das Projekt ist das Ergebnis der engagierten Zusammenarbeit zwischen Romy Mögel, einer lokal bekannten Unternehmerin und „Zuckertütenfee“, dem Quartiersmanagement „Alte Hellersdorfer Straße“, dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Berlin.
Die ‚HilfeInseln‘ sind in Marzahn-Hellersdorf ein frisch ins Leben gerufene Netzwerk von Geschäften, Dienstleistungsbetrieben und öffentlich zugänglichen Einrichtungen, die Schutz und Unterstützung in schwierigen Situationen bieten und ist gerade zwei Monate alt geworden. Die Initiatorin ist Romy Mögel.

Im Detail umfassen die möglichen Hilfsdienste:
- Nutzung einer Toilette bei Notfällen, wenn keine andere Möglichkeit besteht.
- Bereitstellung eines Telefons für Notrufe, um Polizei oder Feuerwehr anzurufen oder Eltern und Verwandte zu informieren.
- Bereitstellung von Erste-Hilfe-Kits für akute medizinische Notfälle.
- Sicherer Zufluchtsort bei Unwetter, um Schutz vor extremen Wetterbedingungen zu bieten.
- u.v.m.
Diese Einrichtungen sind mit einem markanten Aufkleber in Form eines Rettungsrings gekennzeichnet, der im Eingangsbereich der teilnehmenden Betriebe angebracht wird. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig und kostenfrei. Interessierte Geschäfte oder vergleichbare Einrichtungen können sich über die Projektemail hilfsinsel@mail.de bei Romy anmelden.
Natürlich könnte man sich fragen, warum man solche Projekte überhaupt in unseren Kiezen benötigt. Die Antwort darauf liefert der Quartiersratssprecher „Alte Hellersdorfer Straße“, Rene Zoch: Die Werte, die dieses wichtige Projekt vermittelt – Zivilcourage, niedrigschwellige Hilfe, Unterstützung bei kleinen Anliegen – sind in der heutigen Zeit oftmals leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Deswegen begrüße ich das Projekt „HilfsInsel“ in unserem Quartier Alte Hellersdorfer Straße herzlich.

Bereits dabei sind folgende Unterstützer des „Hilfsinsel-Projekts“: Stadtteilzentrum „Hellersdorfer Terrassen“, Quartiersmanagement „Alte Hellersdorfer Straße“, „C136“-Streetworker, Apotheke „Alte Hellersdorfer Straße“, Interkulturelles Zentrum „Haus Babylon“, SOS-Familienzentrum, Familienzentrum „Migelito“, Theater „Grüne Bühne“ – Künstlerherz, außerdem Restaurants und Bars, Spätkauf, Ärzte und Kitas.
„Die HilfeInseln bieten einen sicheren Hafen für Menschen in Gefahr oder in Not“, erklärt Romy Mögel. „Es geht nicht darum, große Heldentaten zu vollbringen, sondern darum, in kritischen Momenten beizustehen. Oft können schon kleine Gesten große Wirkung haben.“ Das Projekt fördert das Prinzip der Zivilcourage und betont die Bedeutung des Hinschauens und Unterstützens in schwierigen Situationen. Ziel ist es, ein starkes Gemeinschaftsgefühl im Kiez zu etablieren und eine sichere, unterstützende Umgebung für alle Bewohner zu schaffen.


Das „HilfeInsel“-Projekt orientiert sich an bestehenden Initiativen wie dem „Notinsel“-Projekt der Stiftung Hänsel und Gretel, das bereits seit einigen Jahren erfolgreich Kindern in Notlagen Unterstützung bietet.
Der erste Aufkleber wurde am neueröffneten Nachbarschaftstreff in der Alten Hellersdorfer Straße angebracht: das Stadtteilzentrum „Hellersdorfer Terrassen“



Vier Wochen nach der feierlichen Eröffnung am 24. Mai wurde das Stadtteilzentrum „Hellersdorfer Terrassen“ in der Hellersdorfer Straße 121 am 24. Juni offiziell zur „HilfeInsel“. In einer gemeinsamen Aktion brachten die Koordinatoren aus dem Stadtteilzentrum, Teona Stoye-Asatiani, Daniel Bernstein und Erik Legat, zusammen mit Romy Mögel, den Aufkleber gut sichtbar im Eingangsbereich an. Das Stadtteilzentrum in der Alten Hellersdorfer Straße dient als zentraler Treffpunkt für die Gemeinschaft rund um die Alte Hellersdorfer Straße, bietet Raum für Treffen, Spielnachmittage und den Austausch mit den Nachbarn. Die Initiatoren betonen, dass jeder Nachbar herzlich willkommen ist, die neuen Räumlichkeiten zu besuchen und sich an den regelmäßigen Aktivitäten zu beteiligen – keine Scheu, einfach reinkommen.. Das Stadtteilzentrum versendet regelmäßig einen Newsletter mit Informationen über aktuelle Veranstaltungen – eine Anmeldung für den Newsletter lohnt sich.

Romy Mögel, die Initiatorin des sozialen Projekts, ist auch Inhaberin von „Romys Zuckertütenland“ in Ahrensfelde, wo sie handgefertigte Schultüten herstellt. Neben ihrer unternehmerischen Tätigkeit engagiert sich Mögel leidenschaftlich für den Schutz und das Wohl von Kindern und benachteiligten Menschen in unserem Bezirk. Ihr Einsatz soll ein sicheres und unterstützendes Umfeld für alle Kiezbewohner schaffen und das Gefühl der sozialen Gemeinschaft stärken.
Interessierte können sich gern per E-Mail bei Romy melden. Der Aufkleber und die Teilnahme ist kostenfrei.
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

