In Mahlsdorf wird ab Montag, dem 9. Februar 2026 ein neuer Weg für mehr Sicherheit auf dem Schulweg erprobt: Vor der Mahlsdorfer Grundschule beginnt die Pilotphase einer temporären, autofreien Schulwegzone in der Straße Feldrain, teilt das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf in einer Pressemitteilung mit.
Die Maßnahme gilt werktags von 07:00 bis 08:30 Uhr und ist zunächst bis einschließlich 8. Juli 2026 vorgesehen. Bei Erfolg soll die Aktion auf weitere Schulen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf ausgeweitet werden, erklärte Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic.
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Initiiert wurde das Projekt von der engagierten Elternschaft der Schule. Während der Sperrzeiten wird die Straße durch freiwillige Eltern betreut, die im Rahmen eines Kooperationsvertrags die vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf bereitgestellten Absperrschrankengitter mit Rotleuchte aufstellen und beaufsichtigen. Ziel ist es, die Zufahrt sogenannter Elterntaxis direkt vor dem Schulgebäude zu unterbinden.
Anwohner sowie der Liefer-, Versorgungs- und Entsorgungsverkehr bleiben von der Regelung ausgenommen.

Hintergrund ist die seit längerem angespannte Verkehrssituation im unmittelbaren Schulumfeld der Mahlsdorfer Schule. Durch die temporäre Sperrung soll der Durchgangsverkehr reduziert und Eltern dafür sensibilisiert werden, ihre Kinder in der näheren Umgebung abzusetzen, sodass der restliche Weg sicher zu Fuß zurückgelegt werden kann.

Nach Abschluss der Erprobungsphase wird das Bezirksamt die Maßnahme eingehend evaluieren. In die Entscheidung über das weitere Vorgehen fließen sowohl die Praxiserfahrungen als auch eine wissenschaftliche Begleituntersuchung ein. Perspektivisch sind zudem ausgewiesene „Kiss-and-Go-Zonen“ am Guthmannsplatz sowie in der Kieler Straße und der Lemkestraße geplant.

Mit dem Pilotprojekt setzt Mahlsdorf ein klares Zeichen für mehr Verkehrssicherheit, Rücksichtnahme und selbstständige Mobilität der Kinder – direkt vor der eigenen Schultür.
Elterntaxis bezeichnet man Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto direkt bis vor das Schultor bringen – oft aus Sorge um Sicherheit oder Zeitersparnis. Was gut gemeint ist, sorgt jedoch regelmäßig für Verkehrschaos, gefährliche Wendemanöver und unübersichtliche Situationen vor Schulen. Eng damit verbunden sind sogenannte

Helikoptereltern: Mütter und Väter, die ständig „über ihren Kindern kreisen“, jeden Schritt kontrollieren und ihnen kaum Raum für Selbstständigkeit der Schüler lassen. Beide Phänomene stehen zunehmend in der Kritik, weil sie nicht nur die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, sondern Kindern auch wichtige Erfahrungen wie eigenständige Wege, Orientierung im Straßenverkehr und Selbstvertrauen nehmen.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

