Am Montag kam es an einer Gemeinschaftsschule in Marzahn zu einem Polizeieinsatz, der anschließend zu wilden Spekulationen im Internet führte.
Gegen 10:30 Uhr wurde die Polizei Berlin zur Gretel-Bergmann-Schule gerufen, nachdem dort eine Bedrohung gemeldet wurde, die die Schulleitung sehr ernst nahm. Laut der Pressestelle der Polizei wandte sich eine 15-jährige Schülerin an einen Lehrer, nachdem sie ihren 18-jährigen Ex-Freund vor der Schule bemerkt hatte. Zuvor soll es zu massiven Bedrohungen per SMS gekommen sein. Die Einsatzkräfte begaben sich sofort in die Liebenwalder Straße und konnten den 18-jährigen Tatverdächtigen im Rahmen einer Nahbereichssuche feststellen. Bei dem Jugendlichen wurden keine Waffen gefunden. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Verletzt wurde niemand.
Nach dem Vorfall wurden die Eltern der Schüler über ein Informationsschreiben von der Schulleitung informiert: „… wir möchten Sie darüber informieren, dass es am 17. Juni 2024 zu einer Bedrohungslage an unserer Schule durch eine schulfremde Person kam.“ Das Schreiben, welches unserer Redaktion vorliegt, wurde vom Schulleiter und einem Elternvertreter unterzeichnet. Für die Schüler war an diesem Tag nach der fünften Stunde Schulschluss, wie Eltern betroffener Schüler berichten. Die Polizei Berlin bestätigte, dass zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr für die Schüler bestand.
Symbolbild: © Marzahn-Hellersdorf.com
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Hatte das jetzt für den Bedroher Konsequenzen? Der Artikel bleibt vage. Auch wenn er keine Waffen bei sich trug, hat er Drohungen ausgesprochen. Das sollte doch reichen, ihm ein Kontaktverbot und eine Abstandsregel auszusprechen, um das Mädchen vor Angstsituationen zu schützen.