Am Montagmorgen haben zwei großangelegte Polizeieinsätze in Berlin für erhebliche Aufregung gesorgt, nachdem Hinweise auf eine mögliche Schussverletzung eingegangen waren. Schwerbewaffnete Einsatzkräfte der Polizei rückten zu zwei verschiedenen Einsatzorten in den Bezirken Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf aus, um der Situation nachzugehen.
Der erste Einsatz begann kurz vor 9 Uhr in der Chorweilerstraße, Treptow-Köpenick. Eine schwerbewaffnete Hundertschaft der Polizei durchsuchte eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, in der das mutmaßliche Opfer vermutet wurde. Doch die Wohnung war leer, und die Einsatzkräfte zogen nach einer gründlichen Durchsuchung unverrichteter Dinge wieder ab.
Wenig später folgte ein zweiter, wesentlich spektakulärerer Einsatz in der Joachim-Ringelnatz-Straße in Biesdorf (Marzahn-Hellersdorf). Spezialeinsatzkräfte des Polizei Berlin (SEK) stürmten auch hier eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, da Hinweise auf eine mögliche Bedrohungslage vorlagen. Doch auch an diesem Ort wurde die gesuchte Person nicht angetroffen, und die Wohnung blieb leer.

Während des Einsatzes war die Berliner Feuerwehr mit einem Rettungswagen, einem Notarzt und einem Einsatzleitwagen in Bereitschaft. Die Polizei sperrte die Umgebung weiträumig ab, um jegliche Gefährdung für Anwohner zu vermeiden. Die Anwohner konnten, sofern notwendig, von der Polizei zu ihren Wohnungen begleitet werden. Trotz der massiven Polizeipräsenz stellte sich letztlich heraus, dass keine unmittelbare Gefahr bestand.





In einer ersten Stellungnahme gab die Berliner Polizei an, dass es sich möglicherweise um eine Suizidankündigung handeln könnte. Konkrete Details zur Gefährdungslage oder zur gesuchten Person sind bisher nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren, um die Hintergründe des Vorfalls zu klären.
Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld von suizidalen Gedanken betroffen sind, können Sie sich anonym und kostenfrei an die Telefonseelsorge wenden. Diese ist rund um die Uhr unter den Nummern 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 erreichbar. Auch Online-Beratung ist unter www.telefonseelsorge.de verfügbar.
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

