Ein kalter Vormittag, klare Winterluft – und ein besonderer Moment für die Berliner Luftrettung: Heute erfolgte die offizielle Betriebsübernahme des Rettungshubschraubers Christoph 31 in den Betrieb der DRF Luftrettung. Seit Januar fliegt der rot-weiße Lebensretter bereits unter neuer Flagge – nun folgte die feierliche Betriebsübernahme am Stützpunkt Charité Campus Benjamin Franklin in Steglitz.
Gemeinsam mit Jasmin aus Marzahn – vermutlich dem größten Christoph-31-Fan weit und breit – waren wir gemeinsam der persönlichen Presseeinladung des DRF gefolgt. Jasmin betreibt den Instagramaccount „helispotterin93“ und veröffentlicht regelmäßig Videos der roten Rettungshubschrauber des DRF.

Punkt 10 Uhr öffneten sich die Hangartore: Ein erster Blick ins Cockpit, daneben ordentlich aufgehängt die Helme der Crew – alles bereit für den nächsten Einsatz. Technik zum Anfassen, Präzision in jedem Detail.



Schon beim Ankommen wurde klar: Das hier ist mehr als ein formeller Termin. Zwischen Journalisten, Einsatzkräften und Gästen herrschte eine spürbar herzliche Atmosphäre. Für die kleinen Fans zu Hause gab es Mini-Christoph-31 zum Spielen, Aufkleber mit dem Patch des Hubschraubers, Schlüsselanhänger, Kugelschreiber und natürlich Gummibärchen – ein kleines Fest rund um ein großes Stück Hightech. Die Aufkleber werden auch regelmäßig direkt am Hubschrauber verteilt.




Die Besatzung nahm sich Zeit, beantwortete Fragen, erklärte Abläufe, Technik und Einsatzrealität. Wie schnell der Alarm kommt. Wie eng das Zusammenspiel zwischen Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter funktioniert. Und wie entscheidend jede Minute sein kann, wenn es um Menschenleben geht. Der Rettungshubschrauber ist täglich von Sonnenaufgang – frühestens 7 Uhr – bis Sonnenuntergang einsatzklar und erreicht Notfallorte in einem Umkreis von 60 Kilometern meist binnen weniger Minuten.
Die beiden weiteren DRF-Hubschrauber in Berlin
Christoph Berlin
Die Station besteht seit Oktober 1994 und befindet sich am Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn. Tagsüber besteht die Crew aus Pilot, Notarzt und HEMS-TC/Notfallsanitäter, nachts kommt ein zweiter Pilot hinzu. Christoph Berlin ist der einzige Intensivtransporthubschrauber in Berlin und erweitertem Umland mit 24-Stunden-Bereitschaft. Rund ein Viertel seiner Einsätze fliegt er in der Dunkelheit – häufig für besonders kritische Verlegungen zwischen Kliniken.
Christoph 100
Im Auftrag der Senatsverwaltung für Inneres und Sport nahm die DRF Luftrettung am 2. Januar 2024 den Betrieb in Berlin-Buch auf. Die Station ist ganzjährig von 6:00 bis 22:00 Uhr einsatzbereit und mit einer Rettungswinde ausgestattet. In der Dämmerung und Dunkelheit fliegen die Piloten mit Nachtsichtgeräten (Night Vision Goggles). Christoph 100 wird vor allem als schneller Notarztzubringer alarmiert. An Bord: zwei Piloten, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt. Die medizinische Crew stellen die Berliner Feuerwehr und das Bundeswehrkrankenhaus Berlin – ein echtes Leuchtturmprojekt zivil-militärischer Zusammenarbeit.
Gemeinsam bilden Christoph 31, Christoph Berlin und Christoph 100 ein eng verzahntes Luftrettungsnetz über der Hauptstadt. Alle drei Maschinen erreichen Einsatzorte im Großraum Berlin innerhalb von maximal rund 15 Minuten – ein entscheidender Zeitvorteil, wenn es um Leben, Herzschläge und die berühmten ersten Minuten nach einem Notfall geht.
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Auch an die Presse war gedacht: Schnittchen, gefüllte Wraps und frische Salate sorgten für Stärkung – ein sehr ansprechendes Catering, das Raum für Gespräche und Austausch bot. Doch während der offiziellen Worte passierte genau das, was diesen Beruf ausmacht: Der Hauptakteur der Veranstaltung glänzte plötzlich mit Abwesenheit.

🚨 Alarm. Einsatz. Abflug.
Christoph 31 musste los – Leben retten. Der Hubschrauber hob mitten in der Feierlichkeit ab, rotierte in den grauen Himmel und erinnerte eindrucksvoll daran, warum diese Maschine hier steht. Keine Inszenierung hätte deutlicher zeigen können, worum es wirklich geht.
Später kehrte Christoph 31 zurück – und mit ihm ein Moment des Innehaltens. Die feierliche Betriebsübernahme wurde fortgesetzt, begleitet von Applaus und sichtbarem Respekt für die Arbeit der Crews. Seit der Übernahme durch die DRF Luftrettung steht der Standort auch weiterhin für moderne Luftrettung, hohe medizinische Standards und schnelle Hilfe aus der Luft – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Bis Jahresende 2025 war hier der Rettungshubschrauber Christoph 31 von der ADAC-Luftrettung stationiert und regelmäßig im Einsatz.







Für uns – und besonders für Jasmin – war es ein Vormittag voller Eindrücke: Technik, Menschlichkeit und Einsatzbereitschaft auf engstem Raum vereint. Ein Tag, der zeigt, dass hinter jedem startenden Rotor nicht nur modernste Technik steckt, sondern Menschen mit Herz, Verantwortung – und dem festen Willen, da zu sein, wenn jede Sekunde zählt.
Fotos / Videos: © Jasmin „helispotterin93“ & Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

