Ein erschütternder Vorfall von Tiermisshandlung wurde am Montag in Berlin-Mahlsdorf durch das Veterinäramt Marzahn-Hellersdorf aufgedeckt und aufgelöst. Unterstützt durch die Berliner Polizei, das Amt für Regionalisierte Aufgaben Lichtenberg und das Tierheim Berlin führten Beamte eine Razzia auf einem Grundstück durch, das bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Vergehen aufgefallen war, teilt die Pressestelle vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf mit.
Bei der Durchsuchung entdeckten die Behörden in mehreren unzureichenden Volieren insgesamt 29 große und teils exotische Vögel, darunter auch streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Arten. Vier der seltenen Vögel wurden tot aufgefunden, einige bereits mumifiziert oder skelettiert. Die überlebenden Tiere litten unter extrem schlechten Bedingungen: Sie waren in zu kleinen und verdreckten Käfigen untergebracht, hatten nur algenverseuchtes Wasser und teilweise verdorbenes Futter zur Verfügung.
Dieser Einsatz war nicht der erste auf einem Grundstück des betroffenen Tierhalters. Erst wenige Wochen zuvor hatte das Veterinäramt auf einem benachbarten Grundstück des gleichen Besitzers dreizehn Meerschweinchen, drei Kaninchen und drei weitere exotische Vögel sichergestellt. Diese Tiere zeigten ebenfalls erhebliche gesundheitliche Probleme, einschließlich schwerer Räude. Ein Meerschweinchen starb infolge starker körperlicher Auszehrung.
Nach diesen Vorfällen wurde dem Tierhalter ein Haltungsverbot für Kleintiere und Vögel ausgesprochen. Zusätzlich sieht er sich nun weiteren Verfahren wegen Verstößen gegen tier- und artenschutzrechtliche Vorschriften gegenüber. Die Ermittlungen und die Versorgung der geretteten Tiere dauern an.
Symbolbild: © Marzahn-Hellersdorf.com

