Ein Vorfall mit einem aggressiven Hund sorgte gestern Abend für einen Einsatz der Polizei in Marzahn.
Die Situation begann gegen 20 Uhr in der Mehrower Allee mit einem ersten Bissvorfall, bei dem eine Polizistin von dem Tier in den Arm gebissen wurde. Glücklicherweise konnte die Beamtin nach einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus ihren Dienst fortsetzen. Der Hund wurde zunächst seinem Halter übergeben, der später jedoch nicht mehr am Ort war, teilt die Pressestelle der Polizei Berlin mit.
Gegen 22.30 Uhr eskalierte die Lage erneut, als der Hund herrenlos und an einem Ast im Innenhof angeleint aufgefunden wurde. Der Vierbeiner zeigte sich unruhig und bellte ununterbrochen, offenbar verängstigt durch Pyrotechnikgeräusche in der Umgebung. Auf Annäherungen der Einsatzkräfte reagierte er mit großer Aggressivität.



Die alarmierten Diensthundführer sowie die Tierfangeinheit versuchten, die Situation zu deeskalieren, jedoch ohne Erfolg. Schließlich riss sich der Hund los und rannte ziellos durch den Innenhof und auf Gehwegen umher, wobei er immer wieder aggressiv auf Menschen reagierte.
Als der Hund gezielt Einsatzkräfte attackierte, blieb den Beamten keine andere Wahl, als Gebrauch von ihren Dienstwaffen zu machen, um den Angriff zu stoppen.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall und den Hintergründen führt nun ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost).
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku

