Immer mehr Schulen im Bezirk werden mit Trinkwasserspendern ausgestattet – das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Die Linke) hervor.
Inzwischen verfügen bereits 33 Grund- und Gemeinschaftsschulen in Marzahn-Hellersdorf über funktionierende Wasserspender.
Grund- und Gemeinschaftsschulen gut versorgt
Laut Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf sind an allen aufgeführten 33 Schulen die Trinkwasserspender aktiv in Betrieb. Darunter befinden sich Einrichtungen wie die Karl-Friedrich-Friesen-Grundschule, die Pusteblume-Grundschule und die Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule. Auch Schulen mit sonderpädagogischen Schwerpunkten wie die Schule am Rosenhain sind versorgt.
Lücken bei weiterführenden Schulen
Bei den weiterführenden Schulen hingegen herrscht Informationsmangel. Der Bezirk konnte keine detaillierte Auflistung zur Ausstattung mit Wasserspendern bereitstellen. Unklar bleibt daher, wie viele Oberschulen bereits versorgt sind oder noch Bedarf besteht.
Bauliche Gründe verhindern Ausstattung
Fünf Schulen verfügen laut Bezirksamt derzeit nicht über Trinkwasserspender – unter anderem die Beatrix-Potter-Grundschule, die Ebereschen-Grundschule sowie die Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule. Grund dafür seien bauliche Gegebenheiten, die eine Installation bislang verhinderten.
Neue Spender bereits in Planung
An vier weiteren Schulen laufen derzeit Planungen oder Umsetzungsmaßnahmen zur Installation von Trinkwasserspendern: an der 39. Grundschule, der 14. Gemeinschaftsschule, der bereits genannten Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule sowie an der Drehscheibenschule.
Finanzierung über Rahmenverträge
Die Finanzierung erfolgt im Rahmen eines berlinweiten Programms der Senatsbildungsverwaltung in Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben. Seit 2020 werden an Grundschulen und Förderzentren flächendeckend Wasserspender installiert. Die Kosten für Anschaffung, Betrieb und Wartung belaufen sich auf rund 190 Euro monatlich pro Gerät. Die Wartung übernehmen sowohl die Caterer als auch die Wasserbetriebe.
Trinkwasser im Schulalltag fest verankert
Trinkwasser ist mittlerweile fester Bestandteil des Schulmittagessens: Laut Leistungsbeschreibung zur Schulverpflegung muss zum Essen Wasser angeboten werden. Wo möglich, wird zusätzlich ein Trinkwasserspender installiert – bei mehr als 400 teilnehmenden Schülern auch ein zweiter. Zudem werden Schulen mit wiederverwendbaren Trinkflaschen ausgestattet, die leihweise an Kinder ohne eigene Flasche ausgegeben werden.
Hintergrund: Die Ausstattung von Schulen mit Wasserspendern ist Teil einer berlinweiten Gesundheits- und Nachhaltigkeitsstrategie, um den Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser zu verbessern und den Plastikverbrauch durch Einwegflaschen zu reduzieren.
Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

