18. Oktober 2021

Unerlaubt eingereiste oder geschleuste Personen im mittleren vierstelligen Bereich – „Containerdorf“ am Blumberger Damm wird ab Mitte November reaktiviert

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ist durch die zuständige Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass die leerstehenden Wohncontainer am Blumberger Damm 163-165, die bis Dezember 2020 als Flüchtlingsunterkunft dienten, aktuell wieder ausgerüstet werden und ab Mitte November 2021 wieder in Betrieb genommen werden. Begründet wird diese Maßnahme damit, dass die Zahlen der neu nach Berlin kommenden Flüchtlinge in den vergangenen Wochen stark angestiegen sind, u.a. weil Corona-Beschränkungen an Grenzen wegfallen. Aber auch internationale Konflikte auf der ganzen Welt bewegten Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und sich mit der Familie in Sicherheit zu bringen. Ein Postwurfschreiben des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten ist heute im Umfeld der Container verteilt worden und soll die direkte Nachbarschaft unterrichten.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten benötigt kurzfristig Unterbringungsplätze in allen Stadtbezirken Berlins und sieht sich daher veranlasst, noch nicht abgetragene Wohncontainer temporär zu reaktivieren. Geplant ist eine Aufnahmeeinrichtung für max. 400 Flüchtlinge, die in Berlin Asyl beantragt haben.

Das Integrationsbüro des Bezirksamts wird die bestehenden Kontakte zu Unterstützungsstrukturen und Initiativen vor Ort wieder aufnehmen.

Soziale Einrichtungen aus dem Umfeld, darunter die Jugendfreizeiteinrichtung „Anna Landsberger“, der Jugendclub „Treibhaus“, das Kinder- und Jugendhaus BOLLE, das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf, „Gangway e.V.“, das Projekt BENN ( Berlin entwickelt neue Nachbarschaften ) am Blumberger-Damm und die Edusation gGmbH hatten in der Vergangenheit dabei geholfen, Flüchtlinge einzubinden und willkommen zu heißen.

Die Bundespolizeidirektion Berlin verzeichnet weiterhin erhöhte grenzpolizeiliche Feststellungen an der deutsch-polnischen Grenze. Seit Jahresbeginn hat die Bundespolizei an der polnischen Grenze unerlaubt eingereiste oder geschleuste Personen im mittleren vierstelligen Bereich festgestellt, die der unerlaubten Einreise über Weißrussland bzw. der Sekundärmigration aus Litauen und Polen zuzuordnen waren.

Im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion Berlin haben Einsatzkräfte mit Ablauf des 17. Oktober 2021 seit Jahresbeginn insgesamt 3.302 unerlaubt eingereiste Personen – davon 699 Personen in der vergangenen Woche vom 11. – 17. Oktober 2021 – in Gewahrsam genommen.

Am vergangenen Wochenende vom 15. bis 17. Oktober 2021 nahmen Beamte 288 unerlaubt eingereiste Personen in Gewahrsam. Die festgestellten Personen stammen vorrangig aus dem Irak sowie aus Syrien, dem Iran und dem Jemen, wie die Bundespolizei am Montagmorgen mitteilt.

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