27. Oktober 2022

Vollsperrung Fußgängerbrücke am Stadion Wuhletal in Kaulsdorf

Am Wochenanfang rieben sich Wuhletalbesucher am Stadion Wuhletal die Augen – ihre einzige fußläufige Möglichkeit um im Wuhletal auf die andere – Biesdorfer – Seite zu kommen war gesperrt, unzählige Anfragen zu dieser Sperrung erreichten unser E-Mailpostfach. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, als Verantwortlicher für diese Sperrung hat uns den Grund mitgeteilt.

Die aus DDR-Zeiten stammende Fußgängerbrücke musste gesperrt werden, als die für diese Prüfung zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz bei einer Bauwerksprüfung Mängel an der Verkehrssicherheit festgestellt hatte. Die Bauwerksprüfung weist eine potenzielle Gefahr für Nutzer aus, wie die Pressesprecherin der Senatsverwaltung Marzahn-Hellersdorf LIVE mitteilt. Eine Verkehrssicherheit ist somit nicht mehr gewährleistet – VOLLSPERRUNG!

Diese Brücke strahlte früher in einem schönen dunklen Orangeton, die verbleibenden Lackreste sieht man heute noch. Richtigerweise handelt es sich hier auch nicht um eine „Brücke“, wie wir diese Überquerung umgangssprachlich nennen. Im Ursprung wurde diese Überquerung, gegen 1980, aus Teilen einer militärischen Behelfsbrücke errichtet und später als „Fußgängerbrücke“ genutzt – bis heute. Die Anforderungen einer Fußgangerbrücke dürfte diese Überquerung nach aktuellen Standards wahrscheinlich nicht mehr erfüllen.

Der nun vollgesperrte „Fußgängersteig“, der theoretisch in der Mitte teilbar ist, wurde mit Absperrgittern massiv gegen das nun unbefugte Betreten gesichert. Die Absperrgitter wurde fest mit der Brücke verschweißt und zusätzlich mit mobilen Barken gesichert. Während unserer Fotoaufnahmen in den Morgenstunden kamen unzählige Passanten vorbei, mit dem Rad, zu Fuß auf Gassirunde oder klassische Morgenspaziergänger. Diese Überquerung ist hoch frequentiert. Für die Wuhletalbesucher ist das ein großes Problem. Die Überquerung ist nun 42 Jahre alt.

Fuß- , Hundepfoten- und Radspuren vor der Absperrung, alle musste umkehren und einmal außenrum

Eins steht schon jetzt fest, hier muss längerfristig was unternommen werden, die Pressesprecherin der Senatsverwaltung spricht hier von einer möglichen Rückbauung, also Abriss und Neubau! Dazu wird mitgeteilt, dass eine Entscheidung des Bezirks zur künftigen Wegeverbindung an dieser Stelle noch aussteht.

Diese Überquerung ist weit und breit die einzige fußläufige Möglichkeit die Wuhle gefahrlos zu überqueren. Der ferne Umweg würde aktuell über die Cecilienstraße führen oder noch weiter über die Altentreptower Straße am S+U Wuhletal. Gefährlich wird es, wenn Wuhletalbesucher nun das nur 30 Meter entfernte Versorgungsrohr als Überquerung nutzen möchten, hier droht Abrutschgefahr und ein tiefer Fall in die aktuell wieder fließende Wuhle.

Dieses Versorgungsrohr gleich daneben könnte für geübte Balancierer als Abkürzung genutzt werden – Absturzgefahr!

Die Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf und somit die Bezirksverordneten des Bezirks werden sich dieser neuen Herausforderung annehmen müssen und gemeinsam mit dem Bezirksamt nach einer schnellen zielführenden Lösung suchen, die auch in den knapp kalkulierten Bezirkshaushalt passt.

Übergangsweise würde es sicherlich sinnvoll sein, daneben eine behelfsmäßige Ersatzbrücke aus Holz auf zwei Fundamenten zu bauen.

Der Zeitraum für diese Brückensperrung ist zunächst auf unbestimmte Zeit.

Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com


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