Die Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di hat nach intensiven Gesprächen mit den Beschäftigten das Angebot der Arbeitgeberseite vom 11. Februar 2025 mit Nachdruck abgelehnt. Die Kombination aus einer sehr langen Laufzeit und einem aus ihrer Sicht unzureichenden Entgeltzuwachs führt für die Beschäftigten zu einem realen Reallohnverlust – ein Zustand, den sie nicht akzeptieren wollen.
Streikaufruf und Ablauf
Aus diesem Grund ruft ver.di alle Beschäftigten der BVG und BT dazu auf, am Do. 20. und Fr. 21. Februar 2025 in den Arbeitskampf zu treten:
- 20. Februar 2025:
Der Streik erfolgt dezentral an den BVG-Liegenschaften. An diesem Tag findet auch die Streikgelderfassung statt. Eine Übersicht der Standorte und Zeiten wird zeitnah übermittelt. - 21. Februar 2025:
Es ist eine zentrale Arbeitskampfaktion geplant. Die Veranstaltung beginnt um 8:30 Uhr vor der BVG-Hauptverwaltung (Trias), Holzmarktstraße 15-17, 10179 Berlin. Gegen 9:15 Uhr folgt ein Demonstrationszug zum Roten Rathaus sowie eine abschließende Kundgebung. Die Streikgelderfassung wird am Ende der Veranstaltung am Roten Rathaus durchgeführt.
Verdi bittet alle betroffenen Beschäftigten um eine vorherige Registrierung im Portal meine.verdi.de, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die reguläre Arbeitsaufnahme erfolgt dann am Samstag, den 22. Februar 2025, mit einem Betriebsbeginn um 03:00 Uhr.

Stellungnahme der BVG
In einem Pressestatement verurteilte die BVG die angekündigte Eskalation durch Verdi. Nach Angabe der BVG beinhaltet das aktuelle Tarifangebot im Schnitt 17,6 Prozent mehr Lohn – ein deutliches Entgegenkommen in der letzten Verhandlungsrunde.
„Das vorliegende Angebot bietet gute Lösungen für die Mitarbeitenden und berücksichtigt zugleich die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Unternehmens. Verdi nimmt die Lage des Unternehmens nicht ernst, wenn es zu einem Streik gegen dieses Angebot aufruft“, heißt es in der Stellungnahme. Die BVG appelliert an die Gewerkschaft, den überzogenen 48-Stunden-Streik zurückzunehmen und stattdessen gemeinsam an einem tragfähigen Ergebnis zu arbeiten. Eine weitere Verhandlungsrunde ist bereits für den 26. Februar 2025 angesetzt.
Auswirkungen auf den ÖPNV
Während des Streiks am 20. und 21. Februar müssen Fahrgäste mit weitreichenden Beeinträchtigungen rechnen. Alle U-Bahnen, Straßenbahnen sowie die meisten Buslinien werden ausfallen. Nur einige Buslinien, die von externen Dienstleistern im Auftrag der BVG betrieben werden, sowie Fährlinien, Rufbusse des Service BVG Muva und Sharing-Fahrzeuge des Jelbi-Verbundes, stehen weiterhin zur Verfügung. Der S-Bahn- und Bahn-Regionalverkehr bleibt von der Tarifrunde unberührt.
Fahrgäste werden gebeten, vor Fahrtantritt ihre Verbindung in der FahrInfo-App oder auf BVG.de zu prüfen. Die BVG plant, zeitnah konkrete Informationen zu den Auswirkungen auf den Fahrgastverkehr zu kommunizieren.
Weitere Informationen
Detaillierte Informationen zum Streik und zum aktuellen Tarifangebot finden sich unter:
Die nächsten Verhandlungen zwischen BVG und Gewerkschaft Verdi finden am 26. Februar 2025 statt. Die Entwicklungen in der Tarifrunde werden von beiden Seiten mit Spannung erwartet.
Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

