Zahlreiche Müllstandsflächen in Marzahn-Hellerdorf sind seit geraumer Zeit in einem bedenklichen Zustand. Trotz leerer Container landet Abfall oft neben den Tonnen oder davor, anstatt ordnungsgemäß entsorgt zu werden. Insbesondere in der Suhler Straße, Eisenacher Straße und Gothaer Straße hat die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land nun auf wiederholte Beschwerden reagiert und schriftlich angekündigt, zusätzliche Reinigungen der Müllflächen durchführen zu lassen. Abgerechnet werden die zusätzlichen Kosten über die Betriebskosten. Alle Mieter bezahlen für die zusätzlichen Reinigungen.
In einem Informationsschreiben an die Mieterinnen und Mieter erklärt Stadt und Land: „Leider müssen wir feststellen, dass sich der Zustand der Müllflächen in Ihrem Wohngebiet trotz unserer Hinweise weiter verschlechtert. Um die Wohnqualität aufrechtzuerhalten und die Abfallentsorgung zukünftig sicherzustellen, werde ab Februar 2025 eine Zusatzreinigung eingeführt, sofern die Müllplätze regelmäßig stark verschmutzt sind“. Die entstehenden Kosten werden im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf die Nutzerinnen und Nutzer der jeweiligen Müllstände umgelegt.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft macht zudem deutlich, dass die zusätzlichen Kosten vermieden werden könnten, wenn die Mieterinnen und Mieter ihre Müllplätze entsprechend sauber hielten und kein Aufräumen über das normale Maß hinaus erforderlich sei. Dies soll eine gegenseitige Verantwortung fördern und die Wohngebiete langfristig sauber und lebenswert erhalten.
„Das Problem durch Mieterinnen und Mieter selbst verursachter Vermüllung ist nicht neu. Häufig wird der Unrat neben die Container gestellt oder gleich ganze Sperrmüllhaufen in die Müllhäuser geschleppt“, teilt der Pressesprecher der ehrenamtlichen Müllsammelinitiative Clean up MaHe mit. Im Gegensatz dazu fallen bei anderen Genossenschaften in der Region, wie etwa der Wuhletal e.G. oder der Grüne Mitte e.G., solche Zustände nach Angaben von Clean up MaHe kaum ins Gewicht. Woran das liegt, ist nicht zu erklären.

Ob die zusätzliche Reinigung tatsächlich zu einer nachhaltigen Verbesserung der Müllsituation führt oder das Problem nur verlagert, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Mieterinnen und Mieter der Stadt und Land Wohnungsbaugesellschaft in Hellersdorf nun stärker in die Pflicht genommen werden, um die Wohnanlagen gemeinsam sauber zu halten.
Foto(s): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 Whatsapp-KANAL Marzahn-Hellersdorf LIVE 🗞️

