In den Wohnhäusern Tangermünder Straße 11 und 13 in Berlin-Hellersdorf herrscht akuter Handlungsbedarf: Aufgrund schwerwiegender Baumängel an den Balkonen besteht eine unmittelbare Absturzgefahr. Die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land hat umgehend reagiert und die Mieterinnen und Mieter am 16. Mai 2025 in einer Mitteilung über notwendige Sicherheitsmaßnahmen informiert. Neben einem Betretungsverbot der Balkone wurden auch Absperrungen im Gehwegbereich vorgenommen. Die Situation bringt Einschränkungen im Alltag der Bewohner mit sich – insbesondere bei der Müllentsorgung.
Die städtische Wohnungsbaugesellschaft kündigt an, die Mängel schnellstmöglich zu beheben und regelmäßig über den Fortgang der Arbeiten zu informieren, laut Mieterinformation.
Balkone dürfen nicht mehr betreten werden

Wie aus der Mieterinformation hervorgeht, besteht die Gefahr, dass sich Bauteile der Balkone lösen und herabfallen könnten. Dies stellt ein erhebliches Risiko sowohl für die Hausbewohner als auch für Passanten dar. Zum Schutz aller Beteiligten ist das Betreten der Balkone seit Freitag, dem 16. Mai 2025, bis auf Weiteres per Mieterinformation untersagt. Die Mieter werden eindringlich gebeten, sich an dieses Verbot zu halten.
Absperrungen im Gehwegbereich und Auswirkungen auf die Müllentsorgung

Zur weiteren Gefahrenabwehr hat die Wohnungsbaugesellschaft den Gehwegbereich unterhalb der betroffenen Balkone abgesperrt. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit, bringen jedoch auch Einschränkungen mit sich. So kann es in den kommenden Tagen zu Beeinträchtigungen bei der Müllentsorgung kommen, da bestimmte Bereiche nicht mehr zugänglich sind.
Anwohner zeigen Verständnis – aber auch Frust



Die Stimmung unter den Mieterinnen und Mietern ist gemischt. Während viele Verständnis für die Maßnahme zeigen, äußern andere auch Unmut über die plötzlichen Einschränkungen.
„Natürlich ist Sicherheit wichtig, aber wir hätten uns gewünscht, dass die Mängel früher erkannt werden. Jetzt können wir nicht mal mehr auf den Balkon rausgehen – das ist gerade im Frühling bitter“, sagt Anwohnerin Sabine L., die seit über zehn Jahren in der Tangermünder Straße wohnt.
Stadt und Land verspricht schnelle Lösung
Die Wohnungsbaugesellschaft teilt mit, dass mit Hochdruck an der Beseitigung der Mängel gearbeitet werde. Erste Prüfungen laufen bereits, um die Ursache für die Schäden zu ermitteln. Sobald konkrete Informationen über die Sanierungsmaßnahmen vorliegen, sollen die Mieterinnen und Mieter zeitnah informiert werden.



Sicherheit hat oberste Priorität
Die Wohnungsbaugesellschaft stellt klar: Die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner hat höchste Priorität. Die getroffenen Maßnahmen seien unumgänglich gewesen, um mögliche Unfälle zu vermeiden. Mieter werden gebeten, die Absperrungen zu respektieren und bei Rückfragen oder besonderen Anliegen die Hausverwaltung zu kontaktieren. Die Kontaktdaten stehen im Schaukasten im Treppenhaus.

Weitere Informationen will Stadt und Land im Zuge der Bauplanung und Durchführung bekanntgeben. Bis dahin heißt es für die Mieter: Geduld haben und aufmerksam bleiben.
Fotos: © John Boutin / Berlin-Doku

