21. Juli 2025

„Action Day“ in Berlin: Razzia wegen Verbreitung von IS-Propaganda

Polizei Berlin - Symbolbild - © Marzahn-Hellersdorf.com

Im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Berlin haben Einsatzkräfte des Landeskriminalamtes (LKA) am Dienstag einen groß angelegten Einsatz gegen die Verbreitung von Propagandamitteln der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) durchgeführt. Im Rahmen des sogenannten „Naschid Action Day“ wurden berlinweit 22 Wohnanschriften durchsucht, teilen die Pressestellen der Berliner Polizei und der Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit.

Nach Angaben der Ermittler richtet sich der Verdacht gegen 22 Personen, drei Frauen und 19 Männer, überwiegend im Alter zwischen 15 und 23 Jahren. Drei Beschuldigte sind 27, 33 und 36 Jahre alt. Die Durchsuchungen fanden unter anderem in Neu-Hohenschönhausen, Waidmannslust, Reinickendorf, Gesundbrunnen, Biesdorf, Mitte, Prenzlauer Berg, Neukölln, Oberschöneweide, Alt-Hohenschönhausen, Kreuzberg, Schöneberg, Gropiusstadt, Tempelhof und Heiligensee statt.

Hintergrund des Einsatzes
Im Fokus stehen sogenannte Naschids – religiöse Gesänge und Hymnen ohne instrumentale Begleitung, die im jihadistischen Kontext als Kampflieder genutzt werden. Diese Lieder sollen Zuhörer emotionalisieren und für die Ideologie des IS mobilisieren. Sie werden häufig über Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram verbreitet. Laut Behörden ist in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg solcher Inhalte zu verzeichnen, besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

„Viele Betroffene sind sich nicht bewusst, dass das Teilen dieser Inhalte strafbar ist“, erklärte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft. Mit dem heutigen Aktionstag wollen die Ermittlungsbehörden nicht nur Beweise sichern, sondern auch Aufklärung leisten und das Problembewusstsein schärfen.

Ergebnisse des Einsatzes
Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Mobiltelefone und Datenträger beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden. Festnahmen gab es nicht. Allerdings stießen die Einsatzkräfte auf Zufallsfunde wie Einhandmesser und Teleskopschlagstöcke. Gegen die jeweiligen Besitzer wurden zusätzliche Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Verbreitung von Propagandamitteln terroristischer Organisationen dauern an.

Titelbild: © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

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