Am vergangenen Freitag, dem 18.10.2024, hatten das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und das Landschaftsarchitekturbüro „Pro Garten“ zum Beteiligungstermin auf den Spielplatz am Seelgrabenpark an der Kemberger Straße in Marzahn eingeladen. Mitreden, Mitmachen und Mitbestimmen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Pünktlich um 15 Uhr eröffnete die Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic die Beteiligungsrunde bei bestem Wetter und Sonnenschein. Nach einer kurzen Erläuterung zum Ablauf übergab sie das Wort an die Landschaftsarchitekten von „Pro Garten“.
Zunächst wurde den Eltern, Anwohnern und Interessierten das Beteiligungsverfahren erklärt – worauf es ankommt und dass die Nutzer des Spielplatzes mitbestimmen sollen. Dazu wurde eine gemeinsame Bestandsaufnahme der Spielgeräte gemacht, die auf einem Plakat zusammengetragen waren: Federwippe, Piratenschiff, Leuchtturm, Hängematte, Kletterschiff mit Rutsche, Klettermast und der legendäre Rutschenturm. Die meisten Spielgeräte sind bereits seit 23 Jahren in Betrieb. Nun soll der Spielplatz größtenteils neu gestaltet werden. Der Fokus liegt dabei auf Inklusion – es soll ein barrierefreier Spielplatz für alle Kinder entstehen. Neben den Spielgeräten gibt es Sitzmöglichkeiten, Findlinge und Fahrradständer auf dem Gelände.

Die Eltern wurden gefragt, ob der Spielplatz einen eigenen Namen hat. Zwei sehr geläufige Varianten wurden genannt: „Piratenspielplatz“ und „Kita-Spielplatz“, benannt nach der benachbarten Kindertagesstätte.
Zur Mitbestimmung gehörte auch eine Abstimmungsrunde: Kinder, Eltern und Anwohner durften mit grünen und roten Klebepunkten die jeweiligen Spielgeräte markieren, die sie gut (grün) oder weniger gut (rot) finden. Schnell kristallisierten sich der Rutschturm und das Kletterschiff mit Rutsche als Favoriten heraus. Am wenigsten beliebt war der Klettermast.

Nach der ersten großen Abstimmungsrunde folgte eine zweite, in der die Anwesenden ihre Ideen und Anregungen mitteilen konnten, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte. Genannt wurden eine Toilette, ein Trinkbrunnen und ein Wasserspielplatz. Mehr Bänke, ein Parkplatz für den Eiswagen und eine gepflegte Wiese für Picknicks waren den Eltern ebenfalls wichtig. Auch ein Fußballplatz, der gleichzeitig für Basketball genutzt werden könnte, sowie eine Schaukel und eine Seilbahn wurden vorgeschlagen. Wichtig war außerdem Schatten, damit die Kinder an heißen Sommertagen geschützt sind.

Bald könnte es eine erste Vorstellungsrunde geben, bei der die Landschaftsarchitekten die ausgearbeiteten Pläne den Eltern und Kindern präsentieren. Ein Vor-Ort-Termin könnte voraussichtlich frühestens Ende des Jahres, eher jedoch im Januar, stattfinden. Dazu wird es noch eine gesonderte Information für Interessierte geben. Die Fertigstellung des neuen Spielplatzes ist bereits für das kommende Jahr 2025 geplant.

Ein weiteres wichtiges Thema, das etwas abseits des Spielplatzes liegt, war die Verkehrssicherheit. Eltern wünschten sich einen Fußgängerüberweg auf der Kemberger Straße, damit die Kinder sicher zum Spielplatz gelangen können. Die Leiterin des Grünflächenamts hat diese Anregung aufgenommen, jedoch wird sie unabhängig von der Neugestaltung des Spielplatzes besprochen. Für die Umgestaltungsmaßnahmen wurden 400.000 Euro aus dem Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm beim Berliner Senat beantragt.
Fotos: © Marzahn-Hellersdorf.com

