Im Tarifkonflikt bei den Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zeichnet sich eine weitere Eskalation ab.
Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag, 2. Februar, einen ganztägigen Warnstreik angekündigt. Der Arbeitskampf soll von Betriebsbeginn um 3 Uhr bis zum Betriebsende andauern und könnte weite Teile des Berliner Nahverkehrs lahmlegen.
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Die BVG hatte den Streik zuvor scharf kritisiert und vor erheblichen Auswirkungen auf den laufenden Betrieb gewarnt – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Witterungslage. Vor allem im Straßenbahnbetrieb bestehe die Gefahr, dass enteiste Oberleitungen bei längeren Betriebspausen erneut zufrieren und dadurch weitere Einschränkungen für Fahrgäste entstehen.
Hintergrund des Warnstreiks sind die Forderungen der Gewerkschaft Verdi im laufenden Tarifkonflikt. Demnach verlangt Verdi unter anderem zusätzliche Urlaubstage für die Beschäftigten sowie eine verbindliche Mindestruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Schichten. Zudem fordert die Gewerkschaft ein höheres Urlaubsgeld, das auf Wunsch auch in zusätzliche freie Tage umgewandelt werden kann.
Ein weiterer zentraler Punkt betrifft den Fahrbetrieb selbst: Verdi verlangt eine Erhöhung der sogenannten Wendezeit auf sechs Minuten ohne Ausnahmen. Diese Zeit steht Fahrerinnen und Fahrern an den Endhaltestellen zur Verfügung, bevor sie die Fahrt in entgegengesetzter Richtung wieder aufnehmen. Aus Sicht der Gewerkschaft sei diese Pause notwendig, um Belastungen zu reduzieren und die Sicherheit im Betrieb zu erhöhen.
Die BVG hingegen hält den Zeitpunkt des Warnstreiks für unverhältnismäßig und verweist darauf, dass die Tarifverhandlungen bislang noch nicht substanziell begonnen hätten. Das Unternehmen appelliert an die Gewerkschaft, in der aktuellen Ausnahmesituation auf Arbeitsniederlegungen zu verzichten und stattdessen Lösungen am Verhandlungstisch zu suchen. Gleichzeitig prüft die BVG rechtliche Schritte gegen den Streikaufruf.
Für Fahrgäste in Berlin bedeutet dies: Am Montag ist mit massiven Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. Pendlerinnen und Pendler werden gebeten, sich frühzeitig über alternative Wege zu informieren.
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