In der Nacht zu Sonntag kam es im Hornetweg in Marzahn zu einem verheerenden Brand. Die Berliner Feuerwehr war mit zahlreichen Kräften im Einsatz.
Gegen 2:53 Uhr meldeten Anwohner den Brand einer Doppelhaushälfte. Als die ersten Kräfte der Berliner Feuerwehr eintrafen, stand der Dachstuhl bereits im Vollbrand. Die Flammen griffen schnell auf den angrenzenden Gebäudeteil über.
Kräftezehrender Einsatz
Die Feuerwehr leitete sofort umfangreiche Löschmaßnahmen ein – sowohl von innen als auch über eine Drehleiter von außen. Der Zugang zum Dachstuhl gestaltete sich schwierig und personalintensiv. Aufgrund des Meldebildes und der zunächst vermuteten Vielzahl an Verletzten wurde das Stichwort Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst. Dadurch rückten weitere Rettungsdienste und Spezialfahrzeuge zur Einsatzstelle aus.
Insgesamt waren 88 Kräfte im Einsatz, darunter sieben Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge, zwei Drehleitern, acht Rettungswagen, ein Intensivtransporthubschrauber sowie Spezialfahrzeuge für Atemschutz, Hygiene und Rettungstechnik. Nach über vier Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
Erste Erkenntnisse
Während der Löscharbeiten fanden Einsatzkräfte zunächst eine leblose Person, die nur noch tot geborgen werden konnte. Drei weitere Menschen wurden verletzt, eine davon lebensbedrohlich, eine schwer.
Update 1 (Vormittag): Inzwischen bestätigte die Polizei, dass insgesamt zwei Menschen bei dem Brand ums Leben gekommen sind. Weitere Personen erlitten Verletzungen. Die Kriminalpolizei der Direktion 3 und ein Brandkommissariat des LKA übernahmen die Ermittlungen zur Ursache.
Mordkommission eingeschaltet
Update 2 (Nachmittag): Am Sonntag übernahmen die 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes und die Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen wegen des Verdachts auf vollendeten und versuchten Mord.
Nach Angaben der Polizei fanden die Einsatzkräfte zwei tote Männer, deren Identität bislang nicht zweifelsfrei feststeht. Vier weitere Männer, darunter drei im Alter von 33, 38 und 45 Jahren, konnten sich retten. Zwei von ihnen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.
Die betroffene Doppelhaushälfte war zum Zeitpunkt des Brandes als Unterkunft für acht Facharbeiter vermietet. Hinweise auf eine politisch oder religiös motivierte Tat liegen nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.
Symbolbild(er): © Marzahn-Hellersdorf.com | facebook | Instagram 📲 MaHe LIVE Whatsapp-KANAL 🗞️

